Definitionen von E. coli und coliformen Bakterien und ihre Folgen in der Praxis

Die Definition von Escherichia coli und coliformen Bakterien blieb lange Zeit unverändert. Die mit dieser Definition verbundene Methode zum Nachweis von E. coli und coliformen Bakterien hat aber den Nachteil, dass Ergebnisse erst nach bis zu 48 Stunden vorliegen, also viel zu spät, um im Ernstfall die Bevölkerung schützen zu können. Dies führte zur Suche nach einer geeigneteren Definition für die Indikatorbakterien und neuen Nachweismethoden.

Seit mehr als 100 Jahren dienen E. coli und die coliformen Bakterien (Coliforme) als die wichtigsten Indikatoren für die Qualität von Wasser, insbesondere von Trinkwasser. Kurz nachdem Theodor Escherich im Jahre 1885 Bacterium coli commune und Bacterium lactis commune in Stuhlproben beschrieben hatte [1], wurden diese Bakterien als Indikatoren fäkaler Verunreinigung vorgeschlagen. Franz Schardinger, Regimentsarzt im Militär-Sanitätskomitee in Wien, empfahl 1892 die Untersuchung von Wasser auf Bacterium coli (heute E. coli), da dieser in großen Mengen in Stuhl vorhanden ist und deswegen dazu dienen könnte, eine fäkale Kontamination und enterale Erreger nachzuweisen [2].



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 3-2007 (März 2007)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: David Sartory
L. Manja
R. Blazer

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Moderne Analysetechniken zur Detektion von Spurenstoffen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Einbindung eines „Non-Target“-Screenings mittels LC-HRMS in die Routineuntersuchung von Wasserproben auf Spurenstoffe bei der GELSENWASSER AG.

Normen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit – Ingenieurmäßige Beurteilung im Talsperrenbau
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Normen allein können nicht die ingenieurmäßige Beurteilung im Talsperrenbau ersetzen. Auch Rechenprogramme liefern nur Ergebnisse, die von der Qualität der Eingabedaten und des Programmes abhängen. Weiterhin steht das angestrebte Sicherheitsniveau in unmittelbarem Zusammenhang mit wirtschaftlichen Anforderungen und Möglichkeiten. In diesem Spannungsfeld liegt die ingenieurmäßige Beurteilung von Planung, Bauausführung und Überwachung von Talsperren. In dem Beitrag werden Beispiele aufgezeigt, bei denen dieses „Engineering Judgment“ (nach Ralf B. Peck) fehlte. Engineering Judgment bedarf der Kenntnis von Theorie, Berechnung, Konstruktion und vor allem auch der praktischen Erfahrung. Schon in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat der weltweit geschätzte Praktiker und Professor für Geotechnik Peck die Frage gestellt: „Where has all the Judgment gone?“ Engineering Judgment bedingt Theorie und Praxis: Das Wappen des weltweit berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) beinhaltet die Intelligenz des Geistes und der Hände („mens et manus“) – der Ingenieur sollte beides vereinen.

Partikel im Trinkwasser
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2015)
Das Wasser ausgewählter Leitungswasser- und Brunnenproben wurde auf Gehalt von Partikeln untersucht. Ihre Zusammensetzung wurde ermittelt. Da neben Fasern aus synthetischen Polymeren auch Quarzkörner gefunden wurden, lassen sich deren Quellen in der Wasseraufbereitung, den Leitungssystemen und den Hausleitungen vermuten.

Entwicklung einer Methode zur Anreicherung somatischer Coliphagen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2013)
Bei den Stadtwerken Düsseldorf AG wurde eine Methode zur Anreicherung somatischer Coliphagen entwickelt, die sich neben ihrer Durchführbarkeit mit einfachen Mitteln aus der Laborroutine durch das Erreichen hoher Wiederfindungsraten auszeichnen konnte.

Analyse der Porenwasserdruck­messungen am Sylvensteindamm während des Schlitzwandbaus 2012
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2013)
Nach über 50 Betriebsjahren und einer Reihe von Nachrüstungsmaßnahmen werden das Dichtungs- und das Sickerwassermesssystem des Sylvensteinstaudammes von 2011 bis 2015 einer umfangreichen Ertüchtigung unterzogen. Hierbei ist im Jahr 2012 eine 70 m tiefe Dichtwand in den bestehenden Kern und den Untergrund der Talsperre eingebracht worden. Im Laufe des Baufortschrittes wurde dabei etwa die Hälfte der im Staudamm vorhandenen Porenwasserdruckgeber zerstört. Die beobachteten Porenwasserdrücke im Kern und im Untergrund des Dammes werden in diesem Artikel diskutiert.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...