Erhöhung der Aufbereitungssicherheit bei der Pulverkohleanwendung

Am Beispiel der Adsorption eines Einzelstoffes wird dargestellt, dass durch eine angepasste, variable Dosierung von Pulveraktivkohle eine Optimierung des Anlagenbetriebs mit verbesserter Wasserbeschaffenheit möglich ist.

Bei der Trinkwasseraufbereitung werden adsorptive Verfahren zur Entfernung unerwünschter Stoffe eingesetzt. Als Adsorbens dient nahezu ausschließlich Aktivkohle. Während in Deutschland bei kontinuierlichem Aktivkohleeinsatz bevorzugt Kornaktivkohle in Festbettadsorbern gewählt wird, wird Pulveraktivkohle (PAC) insbesondere in den Fällen vorgehalten, in denen temporär einer Rohwasserbelastung begegnet werden muss. PAC wird bei Bedarf in zahlreichen Seeund Talsperrenwasserwerken zur Elimination von beispielsweise Geruchs- und Geschmacksstoffen oder Algentoxinen eingesetzt. Einige Oberflächenwasserwerke dosieren PAC auch, um saisonal im Rohwasser auftretende PSM-Wirkstoffe adsorptiv zu eliminieren. Das Ziel besteht darin, eine hohe Aufbereitungssicherheit bezüglich des Rückhalts des zu entfernenden Stoffes sowie eine weitgehende Ausnutzung der PAC unter Minimierung der Einsatzmenge zu erreichen. Andererseits ist auch ein ausreichender Rückhalt an PAC im Aufbereitungsprozess selbst sicherzustellen, um dadurch Probleme im nachgeschalteten Verteilungsnetz auszuschließen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 6-2007 (Juni 2007)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Brigitte Haist-Gulde
Dr.-Ing. Günther Baldauf

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