Grubengas – neue Energie aus alten Quellen

Die stetig steigenden Energiekosten führen dazu, auch bislang eher unbeachtete Rohstoffquellen neu zu bewerten. In den Fokus der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen geraten daher immer mehr auch solche Energieträger, die in der Vergangenheit wenig Beachtung gefunden haben. Durch die Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen ist heute die energetische Nutzung von Stoffen wirtschaftlich darstellbar, die bisher vernachlässigt wurden. Einen solchen Energieträger stellt das Grubengas dar.

Besonders im Rahmen der Energie- und Klimaschutzdiskussion stellen das Gruben- und Flözgas neue und interessante Energiequellen dar, um die Nutzung konventioneller fossiler Energieträger zu entlasten und Treibhausgas-Emissionen zu minimieren. Welches Potenzial Grubengas hierzu tatsächlich hat, lässt sich dabei leider nicht wirklich abschätzen. Zu unterschiedlich sind Energiegehalt und Größe der Vorkommen, die zudem noch von Unwägbarkeiten unter Tage abhängig sind (z. B. durch Einbrechen von Stollen, Überflutung etc.). Die bisherige Entwicklung hat aber gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zumindest ein schnelles Anwachsen von Kapazitäten bestehender Quellen in diesem Bereich bewirken kann. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass ein großer Bedarf an begleitender Forschung besteht. Hier gilt es, den bestehenden Stand der Technik weiterzuentwickeln sowie die existierende Wissensbasis auszubauen. Auf der Basis der momentanen Aktivitäten stellt die mögliche Gewinnung von Gas aus den Steinkohlenflözen des Münsterlandes nicht nur eine technische und wissenschaftliche Herausforderung dar, sondern hat auch das Potenzial, signifikant zur Energieversorgung in Deutschland beizutragen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12-2007 (Dezember 2007)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dipl.-Ing. Jörg Krämer
Dipl.-Geol. Ralph Schlüter
Dr.-Ing. Stephan Fuchs

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