Vorverlegung von Hausanschlüssen: DVGW-Regelwerk versus kommunale Forderungen

Gemäß DVGW-Arbeitsblatt G 459-1 „Gas-Hausanschlüsse“ sollen Hausanschlussleitungen erst erstellt werden, wenn der Anschlussort feststeht. In der Praxis führt diese Forderung bei der Erschließung von Neubaugebieten zu einem höheren Aufwand und mehr Kosten. Ein Patent der EnBW ODR AG zeigt eine Lösungsmöglichkeit auf.

Die Vorverlegung von Hausanschlüssen in Neubaugebieten wird von Kommunen immer häufiger gefordert. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Straße kann ansonsten nicht fertiggestellt werden, ehe nicht der letzte Neubau steht und an die Versorgungsleitungen angeschlossen ist. Auch die Erschließungsumlagen können nicht abgerechnet werden. Die Tragschicht der Straße muss nicht noch einmal geöffnet werden. Das Straßengefüge und die Oberflächenspannung werden nicht wieder zerstört. Die Argumente der Versorgungsunternehmen lauten dagegen: Die vorverlegten Rohrstummel liegen nie am richtigen Ort, sodass ein Objekt nicht auf dem kürzesten Weg angeschlossen werden kann. Zudem stellen unter Druck stehende Gasleitungen ein Gefahrenpotenzial da. Auch vorverlegte Wasseranschlussleitungen bergen Probleme in sich: Besteht doch die Möglichkeit, dass das Trinkwasser verkeimt. Diesen Argumenten trägt u. a. das DVGW-Arbeitsblatt G 459-1 „Gas-Hausanschlüsse“ Rechnung: Hier wurde festgelegt, dass Hausanschlussleitungen erst erstellt werden sollen, wenn der Anschlussort feststeht. Daher werden die höheren Kosten  einer Wiederaufgrabung an der Versorgungsleitung bisher in Kauf genommen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11-2007 (November 2007)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Wolfgang Molt
Dipl.-Ing. (FH) Volker Maier

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