Einsatz großer GFK-Rohre im Kanalbau

Vortriebsmaßnahmen sind heute beim Bau von Abwasserkanälen gleichberechtigt neben offenen Bauweisen Stand der Technik. Sie finden in der Regel dann Anwendung, wenn diese Ausführungsart wegen ihrer geringeren Umweltbeeinflussung erforderlich ist bzw. besondere Vorteile bietet. Bei einer Kanalbaumaßnahme an der Stadtgrenze von Essen handelt es sich um den erstmaligen Einsatz von glasfaserverstärkten Kunststoff-Rohren in der Größenordnung von 1,9 Metern Durchmesser in Essen auf einer der längsten Vorpressstrecken (841 Meter) in Deutschland.

Erstmalig werden in Essen derzeit Kanalrohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Vorpressrohre) mit einem Durchmesser von 1,9 Metern in Geraden und Kurven verpresst. Dabei ist die maximale Presslänge mit 841 Metern eine große Herausforderung im Vortrieb. Der weiche anstehende Mergel erlaubt die Durchführbarkeit und hat sich in diesem Zusammenhang als unproblematisch beim Vortrieb erwiesen. Auf eingebaute Dehnerstationen als Sicherheitsmaßnahmen musste bislang nicht zugegriffen werden. Zur Berechnung und ständigen Kontrolle des Vortriebs wird das von STEIN und PARTNER aus Bochum entwickelte Programm CoJack verwendet. Das Ende der Kanalvorpressung wird voraussichtlich Mitte 2008 erreicht.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 10-2007 (Oktober 2007)
Seiten: 4
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