
Die Deponieabgabe in Österreich ist eine im Grundsatz nachahmenswerte Regelung für Deutschland
Derzeit steht in Sachsen-Anhalt die Entscheidung an, die Deponie Halle-Lochau für weitere beinahe 100 Jahre in Betrieb zu halten, obwohl diese Deponie alle Voraussetzungen erfüllt, die in früheren Zeiten die Einstufung als Altlast gerechtfertigt hätten. Halle-Lochau ist kein Einzelfall. Es ist zu bezweifeln, daß die Bundesländer und ihre Vollzugsbehörden in den nächsten Jahren die politische Kraft aufbringen werden, die nicht-TASI-gerechten Deponien zu schließen und den Beschluß der Umweltministerkonferenz vom 19./20. November 1998 umzusetzen, der eine hochwertige Abfallvorbehandlung (vor Deponierung) zweifelsfrei festschreibt. Grund für diese Skepsis ist der hohe wirtschaftliche Vorteil, den ein Aussitzen des Vollzugs insbesondere für die Oberbürgermeister und Landräte hat, die die politische Verantwortung für die Gebühren tragen. Kann eine Deponiestrafabgabe diese finanziellen Vorteile abschöpfen und das Problem lösen? Hierzu kann auf ausländische Erfahrungen zurückgegriffen werden, zum Beispiel Österreich.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag | |
| Quelle: | 02/1999 - Kommunale Entsorger (Mai 1999) | |
| Seiten: | 3 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl Dr. Barbara Zeschmar-Lahl | |
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Zukunft der nachhaltigen Abfallwirtschaft in Nordrhein-Westfalen
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Am Roten Faden arbeiten“ titelte der Rat für Nachhaltige Entwicklung seine Stellungnahme zum Fortschrittsbericht 2004 der Bundesregierung. Dieses Motto möchte ich für meinen Vortrag für die 9. Münsteraner Abfallwirtschaftstage aufgreifen – es verknüpft das auf Langfristigkeit angelegte, konzeptionell übergreifende Leitbild der Nachhaltigkeit, das die Weltkonferenz der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro beschlossen hat, mit konkreten Handlungsschritten – und bestimmt meine Umweltpolitik für Nordrhein-Westfalen. In der Abfallwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit Ressourcenschonung durch Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft. Dieses langfristige Ziel lässt sich nur erreichen, wenn wir es mit konkreten Maßnahmen füllen und uns bei jedem Schritt vergegenwärtigen, dass dieses Ziel die verschiedensten Interessen berührt und damit Zielkonflikte und Widersprüche unausweichlich sind.
Und wer kümmert sich um den Verbraucher?
© Rhombos-Verlag (6/2005)
Ohne komfortable, ortsnahe Sammelstellen werden die Konsumenten nur wenig zum Gelingen des Elektrogesetzes beitragen
Einbauversuche mit AbfAblV-konformen MBA-Output
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Vor dem Hintergrund, dass ab 1. Juni 2005 in Deponien nur noch MBA-Material eingebaut werden darf, das den Anforderungen der Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV) [27] entspricht, wurde von der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung (ASA), Ennigerloh, ein Großversuch unter Leitung der GfA Lüneburg in Auftrag gegeben. Aufgabe dieses Großversuches war es, verschiedene Einbautechniken und Einbaugeräte zu untersuchen, die einen optimalen und reibungslosen Deponieaufbau entsprechend den Anforderungen des Anhangs 3 der AbfAblV gewährleisten. Der Großversuch war an die Bedingungen der betrieblichen Praxis angelehnt. Ziel des Versuchs war, die aufzuwendenden Kosten für die Deponierung zu minimieren und die bodenmechanischen Eigenschaften des Müllkörpers zu optimieren.
Siedlungsabfallwirtschaft im Strukturwandel – Beispiele aus Thüringen –
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (3/2005)
Entwicklungen im Deponiebereich im Hinblick auf den 1. Juni 2005
Verminderung des Chlorgehaltes im Brennstoff durch neue Sortiertechniken bei der RWE Umwelt AG
© Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban (3/2005)
Trotz einzelner größerer Aktivitäten blieb der abfallwirtschaftliche Beitrag der Herstellung von Brennstoffen im Vergleich zu klassischen Abfallbehandlungsmaßnahmen wie Deponierung oder Verbrennung mit und ohne Energiegewinnung gering.
