Zwischen Baum und Borke

Keines der konventionellen Verfahren zur Verwertung von DSD-Kunststoffabfällen kann ökologische und ökonomische Kriterien gleichermaßen erfüllen

In einem Projekt haben Studierende des Faches Angewandte Systemwissenschaft der Universität Osnabrück den Stand der Verwertung von Kunststoffen aus Verpackungsmüll untersucht. Neben den derzeitigen Verwertungsverfahren des Dualen Systems Deutschland (DSD) wurden in die Studie Konzepte einbezogen, die sich noch in der Erprobung befinden. Die verschiedenen Verfahren wurden auf der Basis unterschiedlicher Kriterien und Kriterienkombinationen bewertet. Aus den Ergebnissen der Untersuchung leiten die Autoren Handlungsempfehlungen für die Mandatsträger in den Land- und Stadtkreisen ab. Keines der konventionellen Verfahren ist in der Lage, ökologische und ökonomische Kriterien gleichermaßen zu erfüllen. Als kurzfristige Maßnahme, so empfehlen die Autoren, sollten deshalb die kommunalen Entsorgungsträger in ihren Verhandlungen mit dem DSD darauf drängen, daß die Kosteneffizienz der Sammlung, Sortierung und Verwertung erhöht wird, mit dem Ziel, die Gebühren zu senken. An Bund und Länder ist der Rat gerichtet, eine schnelle Erprobung neuer Verfahren zu fördern, da diese günstigere Ergebnisse erwarten lassen. Im ersten Teil des nachfolgenden Beitrags werden Herangehensweise, Problemstellungen und Ergebnisse der Verfahrensbewertungen beschrieben. Der zweite Teil, der in der kommenden Ausgabe veröffentlicht wird, befaßt sich mit dem Dualen System und Alternativen zu den konventionellen  Verwertungsverfahren.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 02/1999 - Kommunale Entsorger (Mai 1999)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Eberhard Umbach

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