Deponierückbau und Rolle der MBA

Rohstoffe und Energie werden in zunehmendem Maße knapper. Dementsprechend sind die Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten kräftig gestiegen. Fachkreise gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass sich diese Marktlage zukünftig noch drastischer entwickeln wird (BMWI, 2006). Vor diesem Hintergrund sind Hausmülldeponien als Rohstoffdepots zu sehen, auf denen das Sekundärrohstoffpotenzial unserer ehemaligen Wegwerfgesellschaft bzw. das des „Goldenen Müllzeitalters“ ungenutzt schlummert.

 Zu den auf Hausmülldeponien abgelagerten Abfällen gehören alle Stofffraktionen, wie sie auch heute in Getrenntsammelsystemen anfallen. Es ist zu beachten, dass sich die unterschiedlichen Fraktionsanteile von Metallen, Kunststoffen, Organik, Elektronikschrott etc. aufgrund des abfallwirtschaftlichen Rahmens im Laufe der Zeit geändert haben. Neben Rohstoffen finden sich auf Hausmülldeponien allerdings auch schadstoffhaltige Abfälle, deren Beseitigung bei der möglichen Nutzbarmachung der deponierten Rohstoffe umweltgerecht zu erfolgen hat. Dies hätte den positiven Effekt, dass punktuelle Umweltbelastungen aus der Landschaft entfernt werden und langjährige Nachsorgemaßnahmen sowie –kosten im besten Fall entfallen. In Praxisuntersuchungen an Deponien in Baden-Württemberg (Kreismülldeponie Hechingen) und Hessen (Deponie Reiskirchen und Deponie Dyckerhoffbruch in Wiesbaden) wird gegenwärtig an der Professur für Abfall- und Ressourcenmanagement die Idee des Landfill Minings untersucht.



Copyright: © Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V.
Quelle: 9. Recyclingtage 2012 (September 2012)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Prof. Dr. habil. Stefan A. Gäth
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Gallenkemper

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