Das Deponierungsrechte- und Handels-System LATS - der englische Ansatz für das Management von Restabfällen

Mit LATS haben die Kommunen bis 2020 für jedes Jahr die Genehmigung für eine bestimmte Menge von bioabbaubaren Siedlungsabfällen, die sie auf die Deponien verbringen dürfen.

Sie können mit den Genehmigungen untereinander handeln, Genehmigungen ver-kaufen, wenn sie mehr Abfall getrennt gesammelt haben (z.B. durch Recycling) oder mehr dazukaufen, wenn sie glauben, dass sie ihre eigenen Bewilligungen überschreiten müssen. Die lokalen Behörden können nicht genutzte Genehmigun-gen zurückstellen oder ihre künftigen Genehmigungen beleihen.

Die wichtigsten Vorzüge von LATS sind:

  1. • Die auf die Deponie zu verbringende Abfallmenge wird reduziert. Dies wirkt sich positiv auf die Umwelt aus.
  2. • Die Verringerung der zu deponierenden Abfallmengen minimiert die Menge an Deponiegasen, die in die Atmosphäre freigesetzt werden. Die Hauptbestandteile von Deponiegasen sind Treibhausgase, die zum Klimawechsel beitragen.
  3. • LATS wird die örtlichen Behörden ermutigen, Abfallreduzierung zu unterstützen und positive Ansätze in der Abfallwirtschaft, bei Wiederverwertung, der Kompos-tierung, beim Recycling und bei der Ökostromerzeugung zu fördern.
  4. • Die örtlichen Behörden sind in der Lage, ihre Langzeit-Abfall-Strategien zu pla-nen, weil sie genau wissen, welche Ziele sie bis zum Jahr 2020 erreichen müs-sen.
  5. • Die örtlichen Behörden können mehr Abfall vor der Deponierung abscheiden bzw. recyceln und ihre überzähligen Rechte verkaufen, um ihre Budget zu verbessern.
  6. • LATS unterstützt 'ökologische' Abfallbehandlung.



Copyright: © Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V.
Quelle: Abfalltage 2006 (September 2006)
Seiten: 14
Preis inkl. MwSt.: € 7,00
Autor: Andrew R. Godley
Dr N. Sweet

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

bifa-Text Nr. 65: Eigenverwertung von Bioabfällen - Eigenkompostierung, Eigendeponierung, illegale Eigenentsorgung
© bifa Umweltinstitut GmbH (12/2015)

Muss die Abfallhierarchie entsorgt werden?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Mit der Richtlinie 98/2008/EG wurde in Europe eine Prioritätenfolge, die so genannte Abfallhierarchie, für Maßnahmen in Bereich der Abfallwirtschaft festgelegt. Diese fünfstufige Reihung bietet auf den ersten Blick eine einfache und rasche Entscheidungshilfe, welche Behandlungsarten für Abfälle zu bevorzugen bzw. zu vermeiden sind. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die in der Abfallhierarchie bevorzugen Optionen, Vermeidung und Wiederverwendung, zu wenig zur Anwendung kommen und die Abfallmenge weiterhin ansteigt.

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2008
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
Gebührenvergleich aller 86 örE in Bayern; Abfallgebühren in den einzelnen Bundesländern; Strategien der Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Kommunen - Handlungsfelder und Beispiele

Abfallwirtschaft in Nordrhein-Westfalen seit dem 1. Juni 2005
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2006)
Seit dem 1. Juni 2005 darf in Deutschland unbehandelter Abfall nicht mehr abgelagert werden. Damit verbunden ist eine erhöhte Nachfrage nach Behandlungskapazitäten in den 16 Bundesländern.

Entsorgungssicherheit noch gewährleistet? Konsequenzen aus dem 01.06.2005 für die kommunale Abfallentsorgung
© Förderverein KUMAS e.V. (3/2006)
Für die Zukunft der Abfallwirtschaft in Bayern wird es entscheidend sein, welchen Beitrag sie zur Ressourcenschonung, zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz zu leisten vermag.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...