Weniger rein, mehr raus - Im- und Export genehmigungspflichtiger Abfälle

Zehn Jahre lang wuchs die Menge der nach Deutschland importierten genehmigungspflichtigen Abfälle: Das waren Rückstände aus der Gewerbeabfallsortierung, Klärschlämme oder Fäkalien aus der Massentierhaltung.

25.11.2006 Doch im Jahr 2005 ging die Zahl erstmals zurück. Mit sechs Mio. Tonnen wurden 500.000 Tonnen weniger Abfall importiert als 2004. Für 2006 prognostiziert das Umweltbundesamt (UBA) einen weiteren Rückgang um etwa 1,2 Mio. Tonnen. Während sich bei den Importen eine Trendwende abzeichnet, wird der Export genehmigungspflichtiger Abfälle voraussichtlich steigen. 2005 wuchs der Export um etwa sieben Prozent auf 1,1 Mio. Tonnen an. Im Jahr 2006 ist mit einer Verdoppelung des Exports zu rechnen. Hauptgrund für den sinkenden Im- und steigenden Export ist die seit Juni 2005 geltende Abfallablagerungsverordnung, die die Ablagerung nicht vorbehandelter Siedlungsabfälle verbietet. Zurückgegangen sind auch solche Einfuhren, die nicht zur Deponierung bestimmt waren, weil die aus Deutschland stammenden Abfälle die hiesigen Behandlungskapazitäten stärker beanspruchten. Besonders reduzierte sich der Import von Resten aus der Gewerbeabfallsortierung, die in den vergangenen Jahren in sehr großen Mengen, vor allem aus den Niederlanden, zur Entsorgung nach Deutschland verbracht wurden. Auch die sich zurzeit andeutende starke Zunahme beim Export lässt sich auf das Ablagerungsverbot zurückführen. Neben den Resten aus der Gewerbeabfallsortierung weisen vor allem Kabelabfälle, Fäkalien aus der Massentierhaltung und gemischter Hausmüll eine stark steigende Tendenz auf.

Unternehmen, Behörden + Verbände: Umweltbundesamt (UBA)
Autorenhinweis: Martin Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2006 (November 2006)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Martin Boeckh

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