Bei Kontamination des Leitungswassers mit E. coli und coliformen Bakterien werden von Wasserversorgern bzw. Gesundheitsämtern Abkochempfehlungen gegeben, um eine Übertragung von Krankheitserregern mit dem Wasser
auszuschließen.
Diese Abkochempfehlungen führen beim Verbraucher zu erheblichen Einschränkungen und sollten daher nur gegeben werden, wenn es tatsächlich erforderlich ist. Am Beispiel einer ländlichen Gemeinde wird gezeigt, dass die beiden für die Kontrolle des Trinkwassers zugelassenen Verfahren zum Nachweis von E. coli und coliformen Bakterien widersprüchliche Resultate liefern. Mit Hilfe des Colilert-Verfahrens wurden coliforme Bakterien nachgewiesen, die sich aber im Referenzverfahren nach TrinkwV nicht bestätigen ließen. Trotzdem wurde eine Abkochempfehlung erlassen. Die Hinweise, für welche Zwecke abgekochtes Wasser erforderlich ist, sind widersprüchlich und stehen oft auch im Widerspruch zur TrinkwV.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF 03/2007 (März 2007) | |
| Seiten: | 7 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 7,00 | |
| Autor: | Professor Dr. med. Dirk Schoenen | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Wenn jeder Tropfen zählt - Singapur – globales Zentrum für nachhaltiges Wasser-Management
© Deutscher Fachverlag (DFV) (7/2007)
Mangels eigener Quellen setzt Singapur auf eine viergleisige Strategie, in deren Mittelpunkt die Schließung des Wasserkreislaufs steht. Im Zuge der Umsetzung entwickelt sich der asiatische Tigerstaat zum internationalen Zentrum für nachhaltige Wasser-Technologien.
Mikrobiologische Situation in Hausinstallationen – Ergebnisse einer Bestandsaufnahme
© Vulkan-Verlag GmbH (3/2007)
Im Rahmen einer vom DVGW geförderten Studie wurde eine Bestandsaufnahme zur Erfassung der mikrobiologischen
Situation in Trinkwasser-Installationen von Ein- und Mehrfamilienhäusern durchgeführt. Bestimmt wurden die Koloniezahlen (bei 22 °C und 36 °C) und Pseudomonas aeruginosa im Kaltwasser sowie Legionellen im Warmwasser.
Optische Methoden ermöglichen neuen Blaualgen-Schnelltest
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2021)
Verfärbt sich im Sommer das Wasser in Badeseen und Teichen grün, dann handelt es sich dabei oft um Blaualgen. Diese können für Mensch und Tier gefährliche Gifte in sich tragen, so dass immer wieder Gewässer von den Behörden schon vorsorglich gesperrt werden müssen. Ein Physiker- und
Physikerinnenteam arbeitet an der Leibniz Universität Hannover an einem Schnelltest, um die giftigen Blaualgen schon vor Ort sicher von den harmlosen zu unterscheiden. Damit können die Kosten für Wasseruntersuchungen gesenkt und unnötige Gewässersperrungen vermieden werden.
Tiefenwasserbelüftung in der Heilenbecketalsperre
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2013)
Hypolimnische Belüftung erzeugt eine oxidierte Grenzschicht zwischen Wasser und Sediment, welche P-Freisetzungen aus dem Sediment reduziert, die Mineralisation verbessert, gelöstes Fe und Mn oxidiert und die Bildung von Faulschlamm und toxischem H2S und NH4 verhindert. Dadurch können die Kosten der Trinkwasserherstellung signifikant gesenkt werden. In der Heilenbecketalsperre bewirkte die Belüftung einen geringeren Bedarf an Flockungsmitteln, Wasser und Strom, eine Verlängerung der Rückspülintervalle und eine deutlich höhere Anlagensicherheit.
