Durch räumliche, technische und rechtliche Zwangspunkte ist es nicht immer möglich, in Gebieten, die für die Gewinnung von Grundwasser zur Trinkwasserversorgung herangezogen werden, auf Abwasserkanäle zu verzichten.
Ist ein Nebeneinander von Siedlungsentwässerung und Wassergewinnung unvermeidbar, müssen Abwasserleitungen und -kanäle so angelegt und betrieben werden, dass eine Verunreinigung oder nachteilige Veränderung des Grundwassers nachhaltig vermieden wird. In besonderem Maße gilt dies für Einzugsgebiete von Wassergewinnungen für die öffentliche Versorgung. Die Beurteilung des Gefährdungspotenzials für das Grundwasser sowie die davon abhängige Festlegung der baulich-konstruktiven Anforderungen an das Ableitungssystem ist eine Aufgabe mit hohem Aufwand und Schwierigkeitsgrad. Es stellt sich die Frage, in welcher Art und Weise Kanäle baulich ausgeführt werden sollen und welche Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen beim Neubau sowie beim späteren Betrieb zu berücksichtigen sind, um einerseits das Grundwasser bestmöglich zu schützen und andererseits die Kostenstruktur
der Baumaßnahme ökonomisch zu gestalten. Vor diesem Hintergrund wurde in einem zweiteiligen Forschungs- und Entwicklungsprojekt eine Entscheidungshilfe zur Einschätzung der Grundwassergefährdung beim Bau und Betrieb von Abwasserkanälen in Wasserschutzgebieten und zur Auswahl des Ableitungssystems entwickelt, die fallspezifisch anwendbar ist und lokale untergrundspezifische Gegebenheiten bei der Risikoeinschätzung berücksichtigt.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF 12/2007 (Dezember 2007) | |
| Seiten: | 10 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,00 | |
| Autor: | Dipl.-Geogr. Patrick Wolf Prof. Dr. Jürgen Wagner Dr.-Ing. Robert Stein Dipl.-Ing. Hasan Cakmak | |
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Spurenstoffentfernung mit elektrokatalytisch erzeugten Hydroxylradikalen
© BIUKAT - Bayerisches Institut für Umwelt- und Kläranlagentechnologie e.V. (3/2010)
In Deutschland wurden in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte in der Abwasserreinigung erreicht. So konnten gegenüber den 80er-Jahren die Emissionen der Kläranlagen laut DWA um mehr als 80 Prozent bei den Phosphorverbindungen und um mehr als 60 Prozent bei den Stickstoffverbindungen reduziert werden. Diese gezielte und effektive Eliminierung von Nährstoffen führte zu einer stabilen und nachhaltigen Gewässerqualität in den Vorflutern.
Klimaschutz durch regionales Klärschlammmanagement
© BIUKAT - Bayerisches Institut für Umwelt- und Kläranlagentechnologie e.V. (3/2010)
Gliederung:
* Ausgangssituation in den 90er Jahren
* Umstellung der Klärschlammverwertung in Straubing
* Einbindung regionaler Kläranlagen
* Ausbau der Klärschlammbehandlung / co-Substratannahme
* Energieautarkie der Kläranlage
* Co2-Einsparungen auf der Kläranlage Straubing
* Zusammenfassung des Klärschlammmanagements
* Umweltschutz contra Wirtschaftlichkeit?
* Ausblick
Neue Strategie der Abwasserreinigung für kleine Kläranlagen
© BIUKAT - Bayerisches Institut für Umwelt- und Kläranlagentechnologie e.V. (3/2010)
Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) stellen Einleitungen von Abwasser aus Kanalisation oder aus Abwasserbehandlungs- bzw. Kläranlagen in Gewässer Benutzungen dar, für die eine behördliche Erlaubnis zu erteilen ist.
Erfahrungen mit der Membrantechnologie in der Stadt Monheim
© BIUKAT - Bayerisches Institut für Umwelt- und Kläranlagentechnologie e.V. (3/2010)
Das Mischwasser aus dem Stadtgebiet Monheims mit etwa 4000 Einwohnern wurde bis 2003 teilweise bei stärkerem oder längerem Regen über 7 Regenüberläufe in die Gailach abgeleitet. Somit war eine sichtbare
Verschmutzung im Flussverlauf sowie hohe Belastung des Gewässers
unumgänglich. Dazu versickert die Gailach 5 km unterhalb der
Kläranlage im Karst, und kommt zu 80% in Mühlheim bei der Quelle
wieder ans Tageslicht. Zwei Gemeinden mit 800 und 1000 Einwohnern
sowie 8 Ortsteile im Einzugsgebiet der Gailach werden zusätzlich an die
Kläranlage angeschlossen.
Saubere Leistung - Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2008
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2008)
Die Unternehmen der deutschen Wasserwirtschaft - Versorger wie Entsorger - haben ihre Leistungen in den letzten Jahren noch einmal steigern können. Weniger als sieben Prozent Wasserverluste und eine fast vollständige Behandlung der kommunalen Abwässer in Kläranlagen mit zusätzlicher Nährstoff-Elimination sind das Ergebnis.
