Gestaltung der Ersatzbrennstoffherstellung im Hinblick auf die Verwertung

Für die Vermarktung von Ersatzbrennstoffen müssen in erster Linie die Anforderungen der Verwerter bekannt sein und beachtet werden. Nach deren Anforderungen müssen die unterschiedlichen Ersatzbrennstoffe konfektioniert werden.

Als Verwerter von aus Hausmüll gewonnenen Ersatzbrennstoffen kommen in erster Linie in Frage:

  • Abfallverbrennungsanlagen, sofern sie für die energetische Verwertung von Ersatzbrennstoffen zugelassen sind;
  • Zementwerke, in denen dafür konfektionierte Ersatzbrennstoffe direkt verfeuert oder die Ersatzbrennstoffe in einer Vorschaltanlage zu einem Rohgas vergast werden, das im Zementprozess verbrannt wird; 
  • Kraftwerke der Energieversorgungsunternehmen, sofern sie für die Verwertung von Ersatzbrennstoffen zugelassen sind und über die lager- und verfahrenstechnischen sowie emissionsseitigen Voraussetzungen verfügen; 
  • industrielle Kraftwerke, soweit sie die für Kraftwerke der Energieversorgungsunternehmen genannten Bedingungen erfüllen oder eigens für die energetische Verwertung von Ersatzbrennstoffen errichtet wurden; 
  • das SVZ Schwarze Pumpe, in dem das durch Vergasung von Ersatzbrennstoffen unter Zusatz von Kohle erzeugte Gas teilweise stofflich zu Methanol und teilweise energetisch im GuD-Kraftwerk verwertet wird.
Die Verwertung in Asphaltmischwerken, der Hütten- und der Ziegelindustrie ist zwar theoretisch möglich, bislang jedoch für Ersatzbrennstoff aus Hausmüll großtechnisch nicht erprobt; ihre Bedeutung kann für die Zukunft nur schwer abgeschätzt werden, dürfte jedoch gering sein.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Ersatzbrennstoffe 2 (2002) (Juni 2002)
Seiten: 38
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Karl J. Thomé-Kozmiensky

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