
Die Pelletierung ist ein Verfahren der Strangpressagglomeration, wobei in der Regel zylindrische Formkörper – Hartpellets – erzeugt werden, aber auch anpelletiertes Material – Fluff. Die Gründe für das Pelletieren sind vielfältig und hängen u.a. vom Handling, den Eigenschaften des Materials und von der Marktsituation eines verkaufsfähigen Endproduktes ab.
Die Einsatzmöglichkeiten für das Pelletieren mit Flachmatrizenpressen sind zahlreich. Beim Kompaktieren üben sowohl verfahrenstechnische Parameter wie Materialzusammensetzung, Feuchte, Temperatur, Korngröße, Zusatzstoffe, Verweilzeit als auch maschinenbauliche Parameter wie Matrizengeometrie, Matrizenwerkstoff, Kollerprofil, Kolleranzahl, Kollergeschwindigkeit, Antriebsleistung, Hydraulikvordruck, Kollerspalt, etc. Einfluss auf den Pelletierprozess aus.
Neben dem eigentlichen Pelletierprozess sind insbesondere im Abfallbereich die vorgeschalteten Verfahrensschritte wie Zerkleinern, Fe-/NE-Metallabtrennung, Sieben/Sichten, Mischen, Dosieren, Vortrocknen, etc. von entscheidender Bedeutung. Diese Verfahrensschritte sind von den Anforderungen an die Qualität der Presslinge abhängig und auch für eine betriebssichere Pressenfahrweise von Bedeutung.
Bei der Herstellung von Hartpellets sind zusätzlich eine Kühlung der Pellets und eine Behandlung der Kühlerabluft erforderlich. Im Abfallbereich gibt es verschiedene Entsorgungswege, bei denen die Herstellung von Ersatzbrennstoffpellets mit Flachmatrizenpressen ein betriebssicheres und auch wirtschaftliches Verfahren darstellt. Zum einen können Hartpellets für die Verwertung im Vergasungsverfahren – rohstoffliches Recycling – hergestellt werden. Zum anderen kann aber auch anpelletiertes Material – Fluff – in Zementwerken oder von anderen potentiellen Abnehmern energetisch verwertet werden.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Ersatzbrennstoffe 2 (2002) (Juni 2002) | |
| Seiten: | 20 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Michael Gursch | |
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Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
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Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?
Auf den Punkt gebracht
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Bei der Festbettdruckvergasung von Shredderleichtfraktionen aus Altautos und Elektronikgeräten handelt es sich um eine stoffliche Verwertung im Sinne des Abfallrechts
Interessante Aufschlüsse - Die UMTEC-Methode zur Bestimmung der Metallgehalte in MVA-Schlacken liefert exakte Ergebnisse
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Abfälle wurden bis vor wenigen Jahren überwiegend aus der Schadstoffperspektive betrachtet und als umweltschädlich angesehen. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Abfälle auch als Sekundärrohstoffe betrachtet werden können (Ressourcenperspektive). Die Separatsammlung stellt eine Möglichkeit dar, Wertstoffe aus Abfällen zu gewinnen. In diesem Fall führt der Konsument stark wertstoffhaltige Abfallfraktionen einer direkten Verwertung zu (etwa Altmetalle, Elektronikschrott oder Batterien). Dennoch verbleiben im Haus- und Gewerbemüll noch erhebliche Mengen an Wertstoffen, insbesondere Metalle.
Sortiertechnologien in der Abfallwirtschaft
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Ein umfassendes Programm von Sortiertechnologien ermöglicht eine Optimierung der Aufbereitung
Trennen voll im Trend - Automatische Sortier-Techniken als Hoffnungsträger
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Steigende Rohstoffpreise machen die Mehrfach-Nutzung von Wertstoffen ökonomisch immer interessanter. Weltweit wird daher die Nachfrage nach Technologien zur automatischen Sortierung von Abfallstoffen künftig mit zweistelligen Jahresraten wachsen. Deutsche Anbieter haben bei diesem Trend die Nase vorn.
