
Die Zerkleinerung nimmt bei der mechanischen Aufbereitung (MA) von Restabfällen eine Schlüsselfunktion ein, da sie nachfolgende Aufgaben erfüllen soll:
• Veränderung in der Korngrößenverteilung,
• Veränderung in der Stoffartenverteilung,
• Aufschluss der Abfallbestandteile.
Letzteres bestimmt die Trenngüten in nachfolgenden Klassier- und Sortierprozessen weitgehend.
Der Zerkleinerungsoutput muss den Ansprüchen nachgeschalteter Trennaggregate genügen. Die nachgeschaltete Aufbereitungstechnik kann auf Schwankungen von Stoffeigenschaften – z.B. Wassergehalt, Korngrößen- und Dichteverteilung – empfindlich reagieren, häufig werden nur geringe Abweichungen toleriert.
Darüber hinaus gibt es Verfahrensziele nach der ersten Stufe der mechanischen Aufbereitung, wie der weitgehende biologische Abbau organischer Bestandteile oder die mechanische und thermische Stabilität von Ersatzbrennstoffpellets, deren Erreichen von dieser Konditionierung abhängt.
Der mikrobiologische Umsatz der leicht abbaubaren organischen Substanz wird durch Faktoren wie:
• spezifische Oberflächenvergrößerung,
• Homogenisierung der Gutfeuchte,
• Durchlüftungsverhältnisse, Nährstoffverfügbarkeit usw. beeinflusst.
Aus den geforderten Stoffeigenschaften der Endprodukte – z.B. den Ablagerungskriterien nach Anhang 2 der AbfAblV oder Gütekriterien für Ersatzbrennstoffe – werden weitere Anforderungen an den Zerkleinerungsprozess abgeleitet. Zur Abfrage der mechanischen Aufschlussgüte sind unter Einbeziehung von Folgeoperationen und Verfahrenszielen zahlreiche zerkleinerungsbedingte Stoffeigenschaften aufgelistet, die von der Zerkleinerung beeinflusst werden können.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Ersatzbrennstoffe 2 (2002) (Juni 2002) | |
| Seiten: | 28 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Philip Müller-Hohenstein | |
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