Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten in der Praxis

Anfang der neunziger Jahre ließ der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer eine Elektronikschrott-Verordnung erarbeiten. Laut Entwurf aus dem Jahre 1992 sollte die Verordnung bereits im Januar 1994 in Kraft treten. Mit dieser Verordnung sollte für den Abfallstrom Elektroaltgeräte die Idee der Kreislaufwirtschaft realisiert werden. Tatsächlich dauerte es dann weitere neun Jahre bis 2003 die europäische Richtlinie 2002/96/EC (WEEE – Waste Electrical and Electronic Equipment) in Kraft trat und weitere zwei Jahre bis diese Richtlinie dann 2005 im Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) in deutsches Recht umgesetzt wurde.

Der Anfall an Elektroaltgeräten ist seit Umsetzung des ElektroG angestiegen, da die Geräte getrennt vom restlichen Abfall erfasst werden müssen. Das ElektroG führt für alle betroffenen Parteien zu einem sehr hohen administrativen Aufwand. Die Entsorgungsstrukturen habrn sich den neuen Gegebenheiten angepasst. Entsorgungssysteme bieten den Herstellern komplette Dienstleistungen an und erledigen alle administrativen und operativen Aufgaben. Die Bemühungen auf politischer Ebene sollten darauf fokussieren, durch geeignete Maßnahmen des Vollzugs unkontrolliert abfl ießende Materialmengen einzudämmen und in die geordnete Verwertung zu leiten. Mit den eingesetzten Behandlungs- und Verwertungsverfahren wird ein sehr gutes Verwertungsergebnis erzielt. Es fi ndet eine geeignete Abfallentsorgung statt und durch die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe leistet die Verwertung von Elektroaltgeräten einen wichtigen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Recycling und Rohstoffe 2 (2009) (September 2009)
Seiten: 15
Autor: Dr. Georg Fröhlich

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Gute Entwicklungschancen
© Rhombos-Verlag (1/2008)
Die deutsche Entsorgungswirtschaft verfügt über ein großes Potential für Umwelttechnik und Arbeitsplätze

Elektronische Überwachung von grenzüberschreitenden Abfallverbringungen
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (8/2025)
Das neue Digital Waste Shipment System (DIWASS)

Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

Rückbaubarkeit von Notebooks als Vorstufe eines stofflichen Recyclings und deren Ressourcenpotenzial
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Für die Rückgewinnung versorgungskritischer Rohstoffe aus Elektronikgeräten ist es erforderlich, die Geräte auseinander zu bauen, um die Rohstoffträger (z.B. Leiterplatten, Festplatten, Akkus) einem gezielten Recycling zuzuführen. Am Beispiel von drei Note-books der Baujahre 2004, 2007 und 2010 wurde im ersten Schritt die Rückbaubarkeit geprüft.

Zukunft der Verpackungsentsorgung aus Sicht eines Systembetreibers
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Die Verpackungsverordnung (VerpackV) vom 12.06.19911 gilt als Meilenstein in der Lösung der Abfallproblematik in Deutschland. Anfang der 1990er Jahre drohte Deutschland im Müll zu versinken. Die Deponien quollen über, die Kapazitäten der Müllverbrennungsanlagen reichten nicht mehr aus. Verpackungsabfälle, als größte Abfallart des Hausmülls, trugen in hohem Maße zu der Problematik bei.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...