Thermische Vorbehandlung von Verbundwerkstoffen

Dieser Beitrag beschreibt anhand realisierter Maßnahmen, welche Chancen die thermische Vorbehandlung für ein effizientes Recycling von Metallen aus Altgeräten und -produkten bietet.

Viele zu recycelnde Altgeräte und Produkte, die wertvolle Metalle enthalten, bestehen aus einer Vielzahl von Materialien, die sich mechanisch nur mit erheblichem Aufwand und großen Metallverlusten bzw. gar nicht trennen lassen. Oft ist damit auch die Aufgabe verbunden, gefährliche, organische Stoffe, wie beispielsweise Kunststoffe mit Flammschutzmitteln oder organische Elektrolytflüssigkeiten aus Akkumulatoren sicher zu handhaben und zu entsorgen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der thermischen Behandlung, die organischen Bestandteile durch Verbrennung vollständig zu entfernen und unschädlich zu machen, die dabei anfallende Verbrennungswärme effizient zu verwerten und die Wertmetalle im nicht brennbaren Verbrennungsrückstand möglichst ohne Verluste aus dem Prozess auszutragen. Hierdurch wird insbesondere alternativ zur rein mechanischen Vorbehandlung oftmals ein effizienteres Recycling in nachgeschalteten Prozessen ermöglicht. Die Wiederfindungsquote der Wertmetalle nach der thermischen Vorbehandlung bewegt sich zwischen 90 und 99 Prozent. Bei kompakten Metallteilen, wie sie zum Beispiel in Akkumulatoren zu finden sind, werden Werte über 99 Prozent erreicht. Der Fokus des Verfahrens liegt auf der vollständigen Trennung von komplexen Materialverbunden, die vor allem bei der mechanischen Vorbehandlung oder nachgeschalteten metallurgischen Prozessen Probleme bereiten können.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013)
Seiten: 10
Autor: Dipl.-Ing. Joachim Beyer

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