Die generelle Versorgungssicherheit der Industrie mit nicht-energetischen mineralischen Rohstoffen ist nicht mehr in allen Fällen gewährleistet. Rohstoffverfügbarkeit ist für Deutschland als Industrienation mit breiter Produktionsbasis und hohem Exportanteil jedoch unabdingbare Voraussetzung zur Sicherung der Arbeitsplätze und des Wohlstands.
Die Verknappung und damit Kostensteigerungen betreffen vor allem mineralische (metallische) Ressourcen, zum Beispiel Stahl und Eisen, Kupfer und Aluminium, die sogenannten Stahlveredler, Platingruppenmetalle und Seltene Erden. Letztere sind für die Entwicklung und den Ausbau von Schlüsseltechnologien, u.a. im Bereich erneuerbare Energien, unentbehrlich. Deutschland ist hinsichtlich dieser Primärrohstoffe fast zu hundert Prozent auf Importe angewiesen. Forschung und Entwicklung kann dazu beitragen, dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage durch innovative Technologien zu reduzieren.
Unter wirtschaftsstrategischen Rohstoffen werden Metalle und Mineralien verstanden, deren Verfügbarkeit für Zukunftstechnologien gesichert werden muss und die eine große Hebelwirkung für die Wirtschaft haben. Ein relativ geringer Mengeneinsatz dieser Rohstoffe trägt zu einer hohen Wertschöpfung in Hochtechnologieprodukten bei. Als Beispiele können Stahlveredler (Legierungselemente für Hochleistungsstähle), Elektronikmetalle (z.B. für Mikrochips in Smartphones und Fahrzeugen) sowie die Metalle der Seltenen Erden (z.B. Neodym für Permanentmagnete in Windkraftanlagen) genannt werden. Der Einsatz dieser Rohstoffe ist oft mit einer zusätzlichen Hebelwirkung zur Steigerung der Ressourceneffizienz durch Zukunftstechnologien verbunden, z.B. durch den Ausbau erneuerbarer Energietechnologien, intelligente Mess- und Steuerungssysteme oder auch Leichtbaufahrzeuge mit Hochleistungsstählen.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013) | |
| Seiten: | 9 | |
| Autor: | Privatdozent Dr. sc. Lothar Mennicken | |
| Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden. | ||
Lithium aus Geothermalwaessern als heimische Ressource zur Verbesserung der Versorgungssicherheit
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Die selektive Extraktion von Lithium aus Geothermalwasser ist eine vielversprechende Möglichkeit, den Lithiumbedarf, z. B. für Lithium-Ionen-Batterien in der Elektromobilität, aus heimischen Quellen ressourcenschonend zu decken.
Maßnahmen zur Reduzierung von Fremdstoffen im Bioabfall aus Großwohnanlagen am Beispiel Augsburg
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Im Projekt reGIOcycle wurden Strategien zur Reduzierung von Kunststofffehlwürfen im kommunalen Bioabfall der Region Augsburg untersucht.
„Melde gehorsamst oder nichts zu melden?!“
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2023)
Eine Anleitung zum Umgang mit der Meldepflicht nach § 19 der 12. BImSchV
für die Praxis
The Impact of the EU’s Russia Sanctions on the Obligations under EU Chemicals Legislation
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (10/2022)
The EU’s sanctions adopted in the wake of the Russian invasion of Ukraine are in numerous ways unprecedented, especially considering the close economic ties that previously existed between the EU and Russia. The sanctions packages have therefore largely separated the two economies (as they intended to do) and thereby severely affected businesses and supply chains in and outside of Europe. While most multinationals are well aware of the impact on trade and have set up advanced compliance systems to ensure no prohibited trade in goods and provision of services takes place, there appears to be less awareness of the impact of the EU’s sanctions on operators’ compliance with EU chemical legislation. However, the sanctions also impact the obligations under the EU’s chemicals regulations, most notably on mandatory sharing of (vertebrate) animal studies but also related to the joint submission of registrations. This contribution hence examines the interplay between the respective obligations under the EU’s sanctions regime and the EU’s chemicals regulations, to allow operators to asses and determine their compliance strategies. While the contribution focuses on the interaction with the Russia sanctions, the same comments would apply generally to other sanctions imposed by the EU.
Environmental effects of fireworks with special consideration of plastic emissions
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In Germany, about 133 million Euro are spent annually for New Year’s Eve fireworks, which result in 38,000 to 49,000 Mg of total firework mass. By a com-bination of desk research with official fireworks approval statistics, a customer survey, dismantling experiments with fireworks debris and with packaging characterisation, the total nationwide polymer emission was estimated to be 3,088 Mg. Out of this total mass, a projected polymer debris mass of 534 Mg was identified, and about 270 Mg of polymer packaging material. The remaining 2283 Mg of polymer mass are parts that eventually may remain at the launching site.
