Gewerbe ohne Müll?

Der Rückgang von Gewerbeabfällen erschwert den kommunalen Entsorgern die Finanzierung vorhandener Beseitigungskapazitäten

Die Situation und die Perspektiven der Abfallwirtschaft haben sich für die entsorgungspflichten Körperschaften in den zurückliegenden Jahren stark gewandelt. Die Veränderungen des Gewerbemüllaufkommens im Landkreis Lörrach bestätigen die Befürchtungen von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, den Zugriff auf die hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle zu verlieren. Die Umsetzung der TA Siedlungsabfall und die Auswirkungen des KrW-/ AbfG setzen einen eigendynamischen Prozeß in Gang: Die Anforderungen, die die TA Siedlungsabfall (TASi) an die Abfallwirtschaft stellt, verursachen eine Kostensteigerung, die durch erhöhte Gebühren gedeckt werden muß. Dies veranlaßt private Entsorger, kostengünstigere Entsorgungswege zu erschließen und mehr Abfälle zur Verwertung abzuschöpfen. Da die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger ihre Betriebskosten auf die Abfallmengen umlegen, verursachen sinkende Mengen weitere Gebührensteigerungen, die den Abwanderungsprozeß wiederum verstärken.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 03/2000 - Abfallvermeidung in Kommunen (August 2000)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl. Biol. Dr. Silke Bienroth
Hannelore Schneider

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