Fermentative Erzeugung von Biowasserstoff und Biomethan

Durch die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise geraten erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.Auch die mit der Nutzung fossiler Energiequellen einhergehenden Umweltprobleme wie Luftverschmutzung, Treibhauseffekt und Verknappung natürlicher Ressourcen machen den Einsatz neuer umweltfreundlicher und nachhaltiger Energieträger notwendig.

Wasserstoff (H2) ist ein Sekundärenergieträger, der vergleichbar mit dem elektrischen Strom aus vielen unterschiedlichen Quellen (erneuerbar oder fossil) erzeugt werden kann. Gegenüber elektrischem Strom bietet Wasserstoff jedoch die Vorteile, dass er gut speicher- und transportierbar ist. Entscheidend ist auch, dass die Nutzung von H2 in Brennstoffzellen vollständig emissionsfrei ist, da als Abgas nur Wasserdampf entsteht. Daher gilt Wasserstoff als ein bedeutender Schlüssel zu einer nachhaltigen Weltenergieversorgung und wird oft als Energieträger der Zukunft bezeichnet [DWV, 2007]. Deutschland ist bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie europaweit führend und steht neben Japan und den USA auch weltweit an der Spitze [DWV, 2005]. Am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE), Gruppe Biokonversion und Emissionsminderung (ehemals Institut für AbfallRessourcenWirtschaft) der TU Hamburg-Harburg werden seit 2003 Forschungsarbeiten zur fermentativen Erzeugung von Biowasserstoff aus erneuerbarer Biomasse durchgeführt. Vom 01.10.2004 bis 31.03.2008 erfolgten die Arbeiten im Rahmen eines von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Forschungsprojekt. Mit dem Ziel der Optimierung der Wasserstofferzeugung bezüglich Produktionsrate, H2-Ausbeute und Wirkungsgrad wurden neben Auswahl und Einsatz verschiedener Substrate auch wesentliche Einflussfaktoren (Inokulumart, Substratkonzentration, pH, Raumbelastung,
Verweilzeit, etc.) untersucht und optimiert.



Copyright: © TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Quelle: 6. Fachtagung: Anaerobe biologische Abfallbehandlung (September 2008)
Seiten: 10
Autor: Dipl.-Ing. Dorothea Rechtenbach
Dipl.-ing. Mareike Meyer
Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann

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