Abtrennung von Siloxanen aus biogenen Gasen mittels Festbettadsorbern

Betreiber von Faulgasanlagen (Klär-, Deponie- und Biogasanlagen) beobachten zunehmend, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten an Motoren der Blockheizkraftwerke (BHKW) in deutlich kürzeren Zeitabständen erfolgen müssen als ursprünglich geplant und erwartet. Wesentliche Gründe hierfür sind die im Faulgas enthaltenen Begleit- und Spurenstoffe, die in modernen Gasmotoren zu massiven Problemen führen.

 Insbesondere organische Siliziumverbindungen (Siloxane) im Gas führen zu erhöhtem Verschleiß im Verbrennungsraum, der zusätzliche Reparaturen mit längeren Stillstandszeiten sowie im schlimmsten Fall zu Totalschäden des Motors führen kann. Dagegen steht das Bestreben der Anlagenbetreiber nach optimalen Wirkungsgraden der BHKW und größtmöglicher Verfügbarkeit, so dass die Wirtschaftlichkeit der Gasverwertung nicht in Frage gestellt wird. Der stärker werdende Kostendruck durch stetig steigende Betriebskosten, bedingt durch Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, Stillstandszeiten und Betriebslogistik sowie nicht zuletzt durch steigende Versicherungsprämien für Maschinenbruch- und Produktionsausfallversicherungen, führt zum Einsatz von zeitgemäßen Gasreinigungstechnologien. Muss das Abgas des Motors zur Einhaltung der gesetzlichen Abgasgrenzwerte z.B. mit einem Katalysator gereinigt werden, ist eine Gasreinigung für das Faulgas in nahezu allen Fällen obligatorisch. Insbesondere die Gasreinigung mittels Aktivkohle oder aber in Kombination mit weiteren Reinigungsprozessstufen liefert Ergebnisse, die eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten nach sich zieht.



Copyright: © TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Quelle: SILOXANE - Siliziumorganische Verbindungen in der Abfallwirtschaft (September 2011)
Seiten: 14
Autor: Dipl.-Ing. Wolfgang Doczyck

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