Anaerobe Verwertung von Reststoffen der milchverarbeitenden Industrie – Verfahrenstechnische Umsetzung und Prozessoptimierung

Im Produktionsprozess der Molkerei wird die Milch zunächst durch Separieren in Rahm und Magermilch sowie Pasteurisieren für die weitere Verarbeitung vorbereitet. In verschiedenen Verarbeitungsschritten entstehen nachfolgend Frischeprodukte, wie Konsummilch, Joghurt, Butter, Buttermilch und Käse. Aus der beim Käsereiprozess anfallenden Molke können zusätzlich einzelne Milchbestandteile, wie Laktose, Kalziumkarbonat und Molkeeiweiß separiert, aufkonzentriert und getrocknet werden, um nachfolgend als Lebensmittelzusatzstoffe Verwendung zu finden.

Im Produktionsprozess fallen Rest- und Abfallstoffe an, die sich typischer Weise in die in Wert- und Abfallfraktionen gliedern. Neben produktionsbedingten Fraktionen wie Lebensmittelrest und Salzbadabfälle, fallen verpackungsspezifische Abfälle und Wertstoffe sowie in geringem Umfang Labor- und Gewerbeabfall an. Maßgeblich bestimmt wird die Bilanz jedoch durch die Restmilch und Schlämme aus der betriebseigenen Abwasseranlage.

Restmilch entsteht durch Produktionsausschübe bei Reinigungen und Chargenwechseln sowie durch Schreddern von nichtverkaufsfähigen Fertigwaren. Die Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlage entstehen im Zuge des Reinigungsprozesses der täglich anfallenden Produktionsabwässer. Der Abwasseranfall resultiert aus Reinigungsprozessen, Sanitärabwässern, Milchwasser sowie Milch- und Fertigproduktverlusten. Für eine energetisch sinnvolle anaeroben Verwertung sind lediglich die Fraktionen der Restmilch und Abwasserschlämme geeignet.



Copyright: © Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden
Quelle: 9. Biogastagung: Anaerobe Biologische Abfallbehandlung (September 2013)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,50
Autor: Dr. rer. nat. Christiane Münch

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