Die energetische Nutzung von organischen Reststoffen zur Energiegewinnung ist in einigen Bereichen der Industrie schon seit längerer Zeit durchaus üblich. Auch im kommunalen Sektor existiert seit einigen Jahren ein stabiles Niveau der Masse an organischen Reststoffen, die in verschiedenen Anlagen verwertet wird, es sind ca. 14 Mio. t jährlich.
Einen Großteil dieser Menge, ca. 9,7 Mio. t/a, bilden biogene Siedlungsabfälle, d.h. Bio- und Grünabfälle aus Haushalten und Gewerbe sowie Speiseabfälle. Das Verhältnis von 1 000 Kompostierungsanlagen zu rund 100 reinen Bioabfallvergärungsanlagen, in denen diese Stoffe in Deutschland behandelt werden macht jedoch deutlich, dass die Möglichkeiten der Energiegewinnung aus diesen Substraten durch Vergärung bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Für den erwünschten Ausbau des Anteils an Vergärungsanlagen müssen rahmenrechtliche aber auch einige technische Probleme gelöst werden. So lässt ein Blick auf die Zusammensetzung der statistisch erfassten Bioabfälle erahnen, dass die Gasausbeute - als einer der wichtigsten Parameter für wirtschaftliche Bewertungen - aus einer Tonne biogenem Siedlungsabfall sowohl standortbezogen als auch saisonal starken Schwankungen unterliegen wird.
| Copyright: | © TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft | |
| Quelle: | 9. Biogastagung: Anaerobe Biologische Abfallbehandlung (September 2013) | |
| Seiten: | 11 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Burkhardt Faßauer Andre Wufka Björn Schwarz | |
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Synergien durch Anlagenkombinationen auf Biogasanlagen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
Getrennt gesammelte Bioabfälle sind ein wertvoller Sekundärrohstoff
und sollten möglichst energetisch als auch stofflich verwertet werden. Fehlwürfe bei der Sammlung bedingen sowohl eine aufwändige als auch kostenintensive Abfallaufbereitung in Hinblick auf Investitions- und Instandhaltungskosten vor der Vergärung bzw. nach der Kompostierung.
Stand und Zukunftsaussichten der Vergärung biogener Abfälle
© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Deutschland hat in der getrennten Erfassung von Bioabfällen und deren Verwertung in den letzten Jahren einen guten Standard erreicht: Durchschnittlich werden im Rahmen der Abfallentsorgung durch öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger und deren Beauftragte je Einwohner ca. 100 kg Bio- und Grünabfälle getrennt erfasst. Das jährliche Gesamtaufkommen beträgt ca. 9 Mio. Tonnen. Zusätzlich werden etwa 3 Mio. Mg Bioabfälle aus dem gewerblichen Bereich (Nahrungsmittelindustrie, Lebensmittelverarbeitung, Einzelhandel) der Bioabfallbehandlung in Kompostierungs- und Vergärungsanlagen zugeführt.
Umsetzung der Umstellung einer Kompostieranlage aus (Vorschalt-) Vergärung
© TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (9/2015)
Bereits seit Jahrhunderten werden für die Abfallwirtschaft vielfältige Technologien und Strategien entwickelt und zunehmend auch kommerziell umgesetzt, um die organischen Abfallfraktionen sowohl umweltverträglich als auch ökonomisch sinnvoll zu behandeln und möglichst auch zu verwerten.
Konzept der Bioabfallvergärung im Rems-Murr-Kreis
© VKU Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS - Landesgruppe Baden-Württemberg (7/2010)
PowerPoint Presentation mit 32 Folien
Optimierung der Ökoeffizienz von Vergärungsanlagen durch Integration in die thermische Abfallverwertung
© ATAB - Arbeitsgemeinschaft der Betreiber thermischer Abfallbehandlungsanlagen in Bayern (5/2010)
Ziel des Projektes war die Integration von Bioabfallvergärungsanlagen (BGA) in den Betrieb und die Infrastruktur bestehender Abfallheizkraftwerke hinsichtlich der Ökoeffizienz zu prüfen.
