Das DRANCO-Verfahren: Trockenvergärung für organische Abfälle

In den vergangenen Jahren hat sich die anaerobe Vergärung als eine wichtige Ver-arbeitungsmethode für Bioabfall oder die organische Fraktion aus Restabfall erwiesen. Die DRANCO-Technologie vergärt organischen Abfall bei Trockensubstanz-gehalten von ungefähr 20 bis 45 % und wandelt diesen dann in Kompost um.

Maxi-male Wiederverwertung von Rohstoffen und erneuerbarer Energie kennzeichnen das Verfahren. Die DRANCO-Technologie wurde erfolgreich groß vermarktet.
Das produzierte Biogas wird verwendet, um Elektrizität und Wärme oder Dampf zu erzeugen. Es kann ebenfalls zu anderen energetischen Zwecken genutzt werden. Außer der biologischen Abfallverarbeitung wird die DRANCO-Technologie unter der Bezeichnung DRANCO-FARM jetzt für Energiepflanzen zur Produktion von erneuer-barer Energie eingesetzt.

1988 wurde Organic Waste Systems (OWS) zur weltweiten Vermarktung der DRANCO-Technologie errichtet. Die erste großtechnische Anlage zur Verarbeitung von selektiv eingesammeltem Bioabfall wurde Juni 1992 in Brecht, Belgien in Betrieb genommen. OWS hat jetzt bereits sechzehn großtechnische Anlagen in acht ver-schiedenen Ländern, zum Beispiel in Spanien und Deutschland, aber ebenfalls Ja-pan und Süd-Korea, gebaut. Diese Anlagen haben eine gemeinsame Kapazität von mehr als 400.000 t/a organischem Abfall. Darüber hinaus wurden noch sieben De-monstrations-Anlagen in verschiedenen Ländern gebaut und in Betrieb genommen.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: Biomasse-Forum 2007 (Oktober 2007)
Seiten: 7
Autor: Winfried Six

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