Zertifiziert biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) werden aufgrund ihrer chemischen Struktur in industriellen Kompostieranlagen vollständig durch natürlich vorkommende Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Biomasse abgebaut. Durch den vollständigen biologischen Abbau verbleibt kein Mikroplastik im Kompost. Der Einsatz von BAW-Beuteln kann zu einer Verringerung der Fehlwurfrate beitragen, da weniger nicht-abbaubare, konventionelle Beutel zur Sammlung von organischen Abfällen im Haushalt verwendet werden. Somit leisten BAW einen Beitrag bei der Vermeidung von Mikroplastikpartikeln im Kompost.
Konventionelle Kunststoffe zeichnen sich durch sehr gute Haltbarkeit und einfache Nutzung und Verarbeitung aus, weshalb sie in vielen Bereichen des heutigen Lebens nicht mehr wegzudenken sind. Jedoch gibt es Anwendungen, da ist genau diese Haltbarkeit oder eine mangelnde mechanische Recyclingfähigkeit ein Problem. Von besonderer Bedeutung hierbei sind Eintragswege in die Umwelt, bei denen eine vollständige Entfernung des Makro- und insbesondere Mikroplastiks nicht mehr möglich ist. Wie in der „European Strategy for Plastics in a Circular Economy“ der EU Kommission hervorgehoben, könnten biologisch abbaubare Materialien eine Lösung anbieten. Dies gilt jedoch nur für Applikationen, bei denen die biologische Abbauarbeit einen nachgewiesenen Vorteil und Nutzen bringt. Ein möglicher und in der Öffentlichkeit zunehmend diskutierter Eintragsweg von Mikroplastik in die Umwelt ist durch Fehlwürfe im Kompost, da dieser dann zur Bodenverbesserung ausgebracht wird. Der Nutzen von zertifiziert kompostierbaren Bioabfall-Beuteln zur Sammlung kompostierbarer Abfälle im Haushalt ist bereits in mehreren Studien dokumentiert. Im Folgenden wird der Wissensstand bezüglich der vollständigen biologischen Abbaubarkeit im Kompost dargestellt.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH | |
| Quelle: | Biomasse-Forum 2018 (November 2018) | |
| Seiten: | 7 | |
| Autor: | Dr. Katharina Schlegel | |
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Wirkungen der Maßnahmen zur Verbesserung der Sammelqualität bei der Bioabfallsammlung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Für die Produktion von Qualitätskompost in Kompostieranlagen stellt die Störstoffbelastung, insbesondere von Kunststoffen, im Inputmaterial von biogenen Abfällen aus Haushalten ein wesentliches Problem dar. Hierbei sind vor allem Kunststoffsäcke, welche als Vorsammelhilfe verwendet werden, störend.
Grüngut – Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die getrennte Erfassung von Grüngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) rechtlich verpflichtend.
Verwertungsmöglichkeiten von Bettaschen aus der Abfallverbrennung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
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BatterySort: Ein Sortiersystem zur Detektion und Aussortierung von Li-Ionen-Batterien aus Abfallströmen zur Vermeidung von Bränden
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Fehlwürfe von Batterien, insbesondere Lithium-Ionen-Batterien und Elektroaltgeräten in Siedlungsabfällen, führen in Sortieranlagen häufig zu Bränden mit erheblichen Schäden.
Bio Waste Carbon Capture System
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Die Nutzung von Bioabfall als Input in der Biogasproduktion ist aus heutiger Sicht unumstritten. Das klare Ziel dieses neuen „Bio Waste Carbon3 Capture System“ (BWC3CS) ist, fossil basierten Kohlenstoff zu ersetzen bzw. diesen einzusparen und bereits entstandenen Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen.
