Hochwasserschutz für Hitzacker und die Jeetzelniederung

Die Hochwasserereignisse in Hitzacker (Elbe) im August 2002, Januar 2003 und zuletzt im April 2006 sind noch in guter Erin-nerung. Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie vom Juli 2003 erfolgten neue Planungen für den Hochwasserschutz. Die gewählte Variante beinhaltet ein Mündungsbauwerk mit Schöpfwerk und ca. 934 m Hochwasserschutzwand in Kombi-nation mit mobilen Hochwasserschutzelementen.

Immer wieder ist in den vergangenen Jahren die unter Denkmalschutz stehende historische Altstadt von Hitzacker vom Hochwasser der Elbe und Jeetzel heimgesucht worden. Nachdem am 23. August 2002 ein Pegelstand in Hitzacker von 7,51 m festgestellt wurde, erhöhte sich diese Marke im April 2006 noch einmal auf einen Pegelstand von 7,63 m. Am 23. August 2002 stellte sich ein maximaler Wasserspiegel von 14,97 m NN ein. [1]. Neben einer Verbesserung des vorhandenen Hochwasserschutzes im Bereich der Jeetzel bekam der Hochwasserschutz für die Stadtinsel Hitzacker oberste Priorität. Die grundsätzlichen Erkenntnisse und Folgerungen der Machbarkeitsstudien [1, 2] führten zu dem Ergebnis, dass ein Mündungsbauwerk mit Schöpfwerk in Hitzacker, verbunden durch eine Hochwasserschutzwand im Bereich der elbseitigen Stadtinsel die sinnvollste Lösung darstellt. Die umfangreichen Voruntersuchungen für die vorgeschlagene Variante haben neben wesentlichen betrieblichen auch finanzielle Vorteile aufgezeigt. Selbstverständlich haben parallel zu den Voruntersuchungen städtebaulich ausgerichtete Lösungsmöglichkeiten [3] mit Berücksichtigung der Gesamtwirkung der Stadtinsel Hitzacker und der architektonischen Wirkung einzelner Stadtbereiche Berücksichtigung gefunden. Im Folgenden wird auf wesentliche Bereiche und Aspekte der bautechnischen Gesamtplanung und der Bauausführung eingegangen. Die Bauarbeiten laufen seit Anfang 2006.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (12/2007) (Dezember 2007)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Hans Georg Bröggelhoff

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