Immer noch ein heißes Thema

Die Belastung des Menschen durch Dioxine und Furane konnte in den
vergangenen zwanzig Jahren deutlich verringert werden

Die hochtoxischen Polychlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane (PCDD/F) gelangen durch Emission in die Atmosphäre, durch Transmission erfolgt die Ausbreitung und durch Deposition kontaminieren sie Boden, Pflanzen und Gewässer und akkumulieren zum Beispiel über Futtermittel in Nutztieren und Fisch. Für den Menschen stellen Fisch und Lebensmittel tierischen Ursprungs die Hauptkontaminationsquelle dar. Da in den neunziger Jahren die Belastung des Säuglings durch Muttermilch inadäquat hoch war, wurden extrem niedrige Grenzwerte für verschiedene Emittenten wie die Abfallverbrennung (0,1 Nanogramm Toxizitätsäquivalente pro Kubikmeter) eingeführt. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen griffen diese administrativen Maßnahmen überraschend schnell. Die PCDD/F-Belastung des Menschen liegt heute nur noch bei einem Drittel der früheren Werte. Die PCDD/F entstehen bei der Verbrennung jeglichen organischen Materials, ja sogar von partikulärem Kohlenstoff unter dem Einfluss von Metallkatalysatoren (zum Beispiel Kupfer-, Eisenverbindungen) und Chloriden. Sie können auch direkt aus chlororganischen Stoffen wie Polyvinylchlorid (PVC) entstehen. Bei der Abfallverbrennung sind die genannten Voraussetzungen gegeben, daher erfolgt die PCDD/F-Bildung zwangsläufig und ist auch durch die Auswahl von Abfällen wenig beeinflussbar. Die relevanten Bildungswege bei der Abfallverbrennung werden hier vorgestellt.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: ABFALLWIRTSCHAFT UND KLIMASCHUTZ (Dezember 2008)
Seiten: 7
Preis: € 4,00
Autor: Prof. Dr. Wolfgang Rotard

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