„Kosten der Halbierung der 17.-BImSchV-Grenzwerte“

Im Geltungsbereich der 17. BImSchV werden derzeit fast nur Verbrennungsanlagen für Ersatzbrennstoffe und Biomassen geplant und errichtet. Deshalb bezieht sich das Thema auf diese Brennstoffe und die dafür geeigneten Feuerungsanlagen.

Die Berücksichtigung des verfügbaren Standes der Technik und der erforderlichen Maßnahmen für die Realisierung der Grenzwerthalbierung ergibt, dass die erhöhten Anforderungen ggf. durch die Abscheidung/Minderung von HCl, SO2 und NOx dominiert werden. Für die anderen Schadstoffe kann der Mehraufwand ggf. klein gehalten oder sogar vernachlässigt werden.
Die Kosten- und Energiebedarfsabschätzung für die Biomasse- und EBS-Feuerungsanlagen zeigt, dass gegenüber dem Aufwand für die Umsetzung der geltenden 17.-BImSchV-Grenzwerte im Durchschnitt mit einer Verdopplung des Aufwandes zu rechnen ist. Bei erforderlicher Zweistufigkeit der Verfahrens- und Anlagentechnik, z. B. für EBS-Feuerungsanlagen, kann der Mehraufwand auf ca. 150 - 200% (Faktor 2,5 – 3) ansteigen.
Dieses Ergebnis ist im Verhältnis zu den erreichbaren Minderungsleistungen zu werten. Zur Erläuterung wird auf die vorstehenden Projektgrundlagen der Kostenermittlung für die EBS-Rostfeuerung mit 60 MWth zurückgegriffen.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 5. Potsdamer Fachtagung 21.-22. Februar 2008 (Mai 2008)
Seiten: 19
Preis inkl. MwSt.: € 9,50
Autor: Prof. Dr. Ing. Wolf Schulteß

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