Klärschlammentsorgung aus der Sicht von Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen werden zurzeit ca. 660 kommunale Kläranlagen betrieben. Neben Abwässern aus privaten Haushalten werden dort auch Abwässer aus Gewerbe und Industrie behandelt. Bei der Abwasserbehandlung fallen Klärschlämme sowie Sandfang- und Rechengut an.

In Nordrhein-Westfalen werden Klärschlämme bereits überwiegend thermisch entsorgt. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium setzt sich für eine Ausweitung der thermischen Entsorgung von Klärschlämmen ein. In der Landwirtschaft sollen nur noch besonders schadstoffarme Klärschlämme eingesetzt werden. Nordrhein-Westfalen hat für die anstehende Novellierung der Klärschlammverordnung entsprechende Vorschläge vorgelegt. Sollte die Klärschlammverordnung novelliert werden, so ist davon auszugehen, dass die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung gegenüber dem jetzigen Stand weiter abnehmen wird. Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen wird mit Blick auf die endlichen Phosphatvorkommen wachsende Bedeutung erlangen.
 
(die Seitenanzahl beinhaltet Text und Folien)



Copyright: © Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Quelle: Internationales Klärschlamm-Symposium (Juni 2008)
Seiten: 27
Autor: Dr. Christel Wies

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