Doppelt grün - PV-Industrie baut der Quotenregelung beim Recycling vor

Ein auf E-Schrott spezialisiertes Entsorgungsunternehmen will ab dem kommenden Jahr in Deutschland damit beginnen, ausgediente Solarzellen einzusammeln und zu Recyclinganlagen zu transportieren, auch wenn es noch keine gesetzliche Verpflichtung dafür gibt. Noch nicht.

Foto: M. Boeckh(20.11.2009) Verpackungen, Autos, Bügeleisen, Dachfenster – wer Produkte entwickelt und verkauft, stellt sich nur selten die Frage, was nach Gebrauch damit passiert. So gesehen, ist die Photovoltaikbranche vielen einen Schritt voraus. „Wir haben uns zusammengeschlossen, um ein freiwilliges, branchenweites Rücknahme- und Recycling-Programm aufzubauen.“ Mit dieser Ankündigung hofft die Herstellerinitiative PV Cycle, dass der Gesetzgeber für das Recycling alter oder defekter PV-Module keine Quoten festsetzt. Bisher mit Erfolg: Auch bei der letzten Novelle der europäischen Elektronikschrottverordnung blieben die Strom liefernden Scheiben außen vor.
PV Cycle (www.pvcycle.org) mit Sitz in Brüssel wurde im Juli 2007 von Unternehmen der Fotovoltaikindustrie gegründet, um ein freiwilliges Rücknahme- und Recycling-Programm für Altmodule einzurichten und auf diese Weise das Versprechen der Branche für umfassende Nachhaltigkeit umzusetzen. Damit möchte die Industrie Verantwortung für PV-Module entlang der gesamten Wertschöpfungskette übernehmen. Ihr Motto: „Making the photovoltaic industry DoubleGreen“...


Unternehmen+Behörden: Hellmann Process Management GmbH & Co KG, SolarWorld AG
Autorenhinweis: Christa Friedl, Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2009 (November 2009)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Christa Friedl
Martin Boeckh

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