Entwicklung der Emissionsgrenzwerte

Das Bundesumweltministerium prüft, ob die ergänzende Festlegung von Kontrollwerten unterhalb der verbindlichen Emissionsgrenzwerte bundeseinheitlich geregelt werden sollte

Im Hinblick auf die Regelung verbindlicher Emissionsgrenzwerte gibt es in der europäischen Politik zwei unterschiedliche Sichtweisen. Die größte Gruppe unter der Meinungsführerschaft von Großbritannien setzt sich dafür ein, dass auf die Vorgabe von verbindlichen Grenzwerten so weit wie möglich verzichtet und den Mitgliedsstaaten ein hohes Maß an Flexibilität zugestanden wird. Auf der anderen Seite steht Deutschland mit ganz wenigen weiteren Mitgliedsstaaten, die möglichst verbindliche für alle Industrieanlagen geltende Emissionsgrenzwerte europaweit eingeführt sehen möchten. Im deutschen Immissionsschutzrecht ist flächendeckend für alle Industrieanlagen ein Regelwerk entwickelt und umgesetzt, das einheitliche Emissionsbegrenzungen garantiert. Das europäische Immissionsschutzrecht ist daher ein Spagat zwischen diesen beiden Grundphilosophien. Und nur vor diesem Hintergrund sind einzelne Regelungen zu verstehen. Es ist nur für einen kleinen Kernbereich bisher gelungen, einheitliche Emissionsgrenzwerte festzulegen: für die Abfall- und die Energiewirtschaft.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: Nachhaltigkeit (Mai 2009)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Verbrennung britischer Abfälle
© Rhombos Verlag (12/2019)
Zur thermischen Entsorgung von britischem Haus- und Gewerbemüll in Kontinentaleuropa liegt eine ökologische Bewertung vor

LIFE: Das Umwelt-Förderprogramm der EU – ein Überblick über ein Finanzierungsinstrument mit breitem Themenspektrum
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2019)
Seit über 25 Jahren fördert die EU im Rahmen des LIFE-Programms Projekte des Umwelt- und Klimaschutzes. Das Finanzierungsinstrument hat zum Ziel, umweltfreundliche, innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Best Practice in Europa zu etablieren und die entsprechende Politik und Verwaltungspraxis weiterzuentwickeln. Es unterstützt Vorhaben aus vielen Bereichen wie Arten- und Biotopschutz, biologische Vielfalt, Klimaanpassung, Luftqualität, Kreislaufwirtschaft, Chemikalien, Lärm – und nicht zuletzt Wasser- und Abfallwirtschaft. Historie, Schwerpunkte und Besonderheiten von LIFE sowie Projektbeispiele werden vorgestellt.

Aktuelle Entwicklungen im europäischen und nationalen Deponierecht
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2019)
Warum befassen wir uns heute noch mit neuen Regelungen und Entwicklungen von Deponien, einer so genannten „end-of-pipe-Technologie“? Bereits 1999 wurde darüber diskutiert, dass 2020 keine Deponien mehr erforderlich sein würden. Dies beruhte allerdings auf einer missverstandenen Äußerung des Bundesministeriums für Umwelt im Zusammenhang mit der Einführung der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung.

Einsteins Logik: Editorial
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Mit dem vorliegenden Heft beschließen wir ein Jahr, das für die Umwelt- und Entsorgungsbranche besonders ereignisreich war. Viele interessante Lösungsansätze gab es vor allem auf der IFAT; aber einige Umweltprobleme werden uns auch im Jahr 2019 begleiten. Dabei ist es nicht so, dass sie als Problem nicht erkannt wären; es fehlt schlicht an Lösungen.

Das Richtige zur richtigen Zeit: Bei der Vermeidung und Entsorgung von Plastik ist Ruanda Vorbild
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Während in der Europäischen Union noch über Plastikverbote diskutiert wird, ist Ruanda schon weiter. Plastiktüten sind hier seit 2008 tabu, die ‚Plastikpolizei‘ ist auf der Hut, und zu der gut organisierten Umweltpolitik gehören auch die Abfuhr und Verwertung von Müll. So zeigt sich das ostafrikanische Land bestens aufgeräumt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...