Recycling von zinkhaltigen Abfällen

Hohe Energiepreise und kostenintensive Auflagen gefährden den Materialkreislaufstrom in Deutschland

Aufgrund der Eigenschaften des Metalls Zink und der Vorstoffe, die zur Verarbeitung von Zink eingesetzt werden, ist die Zinkindustrie eine energieintensive Industrie. Dies gilt auch für das Zinkrecycling. Kreislaufströme für verschiedenartige sekundäre Vorstoffe oder Abfälle sind etabliert. Existierende Verfahren sind flexibel genug und werden in diese Kreislaufströme integriert. Wo Verfahren noch nicht vollständig kompatibel sind, werden diese weiterentwickelt. In verschiedenen Teilbereichen werden durch diese Verschachte-lung Recyclingquoten bis zu achtzig Prozent erzielt. Durch Anstieg der Energiepreise, insbesondere in Deutschland, wird allerdings der gut ausgeprägte Materialkreislaufstrom gefährdet, da Betriebe schließen müssen. Dies führt zur Verlagerung der Aktivitäten. Die Folgen sind zunehmende Transportkosten und Abhängigkeit der Zinkversorgung aus dem Ausland. Deutschland hat sich in diesem Jahrhundert nahezu unbemerkt fast vollständig von der Zinkproduktion verabschiedet. Wurden früher 50 Prozent des einheimischen Zinkbedarfs in Deutschland produziert, sind es heute nur noch zwanzig Prozent. Hier sind die Politiker aufgefordert, durch Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen diese Entwicklung aufzuhalten. Zink ist ein klimafreundliches Metall. Die Einpreisung der CO2-Zertifikate und andere gesetzliche Maßnahmen haben in der Produktion und Verarbeitung zu starken Preissteigerungen geführt, die deutlich über der normalen Preisentwicklung liegen. Etwa vierzig Prozent Mehrbelastung kommen allein aus diesen gesetzlichen Maßnahmen. Im europäischen Ausland existieren bessere Rahmenbedingungen, da dort ein Industrie-Energiepreis eingeführt wurde. Diesen braucht auch die deutsche Industrie, damit die Konkurrenzfähigkeit gewahrt bleibt.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: THERMISCHE VERFAHREN (Dezember 2009)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Ralf Dreyer
Dr.-Ing. Jens Manthey

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