Erste Betriebserfahrungen

Die Thermische Reststoffentsorgungs- und Energieverwertungsanlage in Gießen arbeitet im Probebetrieb.

Über 40 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt Gießen werden mit Fernwärme bereitgestellt. Im Jahr 2006 haben die Stadtwerke Gießen 444.000 Megawattstunden (MWh) in das Wärmenetz eingespeist. Dies entspricht dem Wärmebedarf von etwa
17.700 Einfamilienhäusern. Diese Wärme wird zu 70 Prozent in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt. Als Brennstoffe kamen bisher überwiegend Erdgas (rund 96 Prozent) und zu geringen Anteilen Heizöl, Deponiegas und Holz zum Einsatz. Da die Nachfrage nach Primärenergieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas auf dem Weltmarkt steigt und sich diese Entwicklung wohl eher noch verstärken wird, werden die Preise für diese Energieträger langfristig weiter steigen. Deshalb sind Ersatzbrennstoffe aus Abfällen wirtschaftlich interessant. Die Thermische Reststoffentsorgungs-und Energieverwertungsanlage (TREA) in Gießen ist für die Verbrennung von 25.000 Tonnen (t) Ersatzbrennstoff ausgelegt. Mit einem hohen Nutzungsgrad von 90 Prozent können damit 75.000 MWh Wärme ausgekoppelt werden. Damit ist der Wärmebedarf von rund 6.000 Haushalten abzudecken. Somit substituiert die TREA die Verbrennung von rund sieben Millionen Litern Heizöl in Einzelfeuerungsanlagen.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: THERMISCHE VERFAHREN (Dezember 2009)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Reinhard Paul

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