
Wie Wasser und Lebewesen gehören auch Feststoffe zum natürlichen mobilen Bestandteil jedes Fließgewässers. Diese Feststoffe sind zumeist natürlichen Ursprungs und finden ihren Weg über Erosionsprozesse in das Gewässer. In Folge der stattfindenden Transportvorgänge innerhalb des Gewässers wird, beginnend im Oberlauf von Flüssen, aus grobkörnigem Geschiebe im weiteren Verlauf schließlich feinkörniges Sediment. Dies setzt sich am Gewässerboden ab, wird aber je nach vorhandener Strömung auch wieder aufgewirbelt.
Fast jeder Betreiber oder Aufsichtsführende einer Stauanlage – egal ob von Staubecken, Staustufe oder Talsperre – muss sich früher oder später mit dem Thema Sedimentation beschäftigen. Dies gilt nicht erst seit der Diskussion um sinnvolle Maßnahmen zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Viele Stauanlagen weisen heutzutage bereits einen erheblichen Grad an Sedimentation auf. Häufig lassen sich Sedimentprobleme über viele Jahre tolerieren oder aufschieben, bis sie den Betrieb einer Stauanlage schließlich einschränken. Dabei macht es Sinn, sich mit dem Thema schon frühzeitig zu beschäftigen, um den Stauraum in seiner Funktion möglichst vollständig zu erhalten. Ein neuer technischer Ansatz verspricht effektive und kostengünstige Abhilfe bei jedem Grad von Sedimentationsproblemen und stellt dabei gleichzeitig die natürliche Gewässermorphologie auch im Abfluss wieder her.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 05 / 2009 (Juni 2009) | |
| Seiten: | 5 | |
| Autor: | Reiner Bundesmann Dietrich Bartelt | |
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