Hochwasserschutz in Schlesien nach der Jahrhundertflut von 1997

Das extreme Ausmaß des Oderhochwassers von 1997 auf tschechischem und polnischem Territorium war durch die katastrophalen Regenfälle und in der Folge durch die schnellen Anstiege sowie die Überlagerung der Wellen der Oder und ihrer Nebenflüsse entstanden. Die Gefahr durch Hochwasser (HW) lässt sich vor allem durch nachstehende Maßnahmen vermindern.

Die in den letzten Jahren im Oder- (1997), Weichsel- (2001), Donau- und Elbegebiet (2002) aufgetretenen katastrophalen Hochwasserereignisse machten deutlich, dass zur raumordnerischen Hochwasservorsorge, aber auch bei den technischen und rechtlichen Grundlagen transnational neue Konzepte erarbeitet und umgesetzt werden müssen. Im vorliegenden Beitrag geht es um das Juli-Hochwasser 1997 an der Oder, vor allem im Oberlauf bis Breslau (Wrocław) und die nach dem Ereignis zur Verbesserung des Hochwasserschutzes getroffenen Maßnahmen. Das Hochwasser selbst ist auf die Niederschlagshöhe, das Rückhaltevermögen im Einzugsgebiet und die in der Vergangenheit vorgenommenen wasserbaulichen Eingriffe entlang der Gewässer zurückzuführen. Die Hochwasserschäden dagegen sind entscheidend bestimmt durch die Raumplanung und Nutzung der Überschwemmungsgebiete sowie die direkte Gefahrenabwehr.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 09 / 2009 (Oktober 2009)
Seiten: 7
Autor: Prof. em. Dr. sc. Jerzy Kowalski
Dr.-Ing. Henryk Orzeszyna

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Historische Hochwasserereignisse der deutschen Mosel
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2010)
Vorwiegend durch Aufmaß von über 900 Hochwassermarken wurden historische Ereignisse der Mosel rekonstruiert und mittels hydraulischer Berechnungen sowie historischer Berichte plausibilisiert. Die Datenbasis für statistische Analysen wurde erweitert. Die Hochwassergefährdung kann den potenziell betroffenen Flussanliegern besser verdeutlicht werden.

Die Auswirkungen des Wenchuan-Erdbebens vom 12. Mai 2008 auf große Stauanlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2009)
Das Wenchuan-Erdbeben vom 12. Mai 2008 hat an rund 2 650 Stauanlagen und Stauseen Schäden verursacht, die Mehrzahl davon in der Provinz Sichuan in China. Kein Beben hat bisher nur annähernd so viele Stauanlagen betroffen. Der Aufsatz beschreibt die Auswirkungen des Bebens auf den 156 m hohen Zipingpu-Damm, der eine wasserseitige Betonabdichtung aufweist und die 132 m hohe Shapai-RCC-Bogenmauer. Das Problem der Erdbebenauslösung durch Stauseen wird diskutiert. Verschiedene Stauanlagen wurden im April 2009 im Rahmen einer gemeinsamen Mission des chinesischen Talsperrenkomitees mit ICOLD besucht.

Die Hochwassersituation bei abgeleiteten Bächen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2009)
Hochalpine Jahresspeicher werden nicht nur aus dem natürlichen Einzugsgebiet, sondern auch über ein System von Beileitungen aus angrenzenden Gebieten zur Erhöhung der energiewirtschaftlich nutzbaren Abflüsse gespeist. Der verminderte Abfluss unterhalb der Wasserfassungen reduziert den natürlichen Hochwasserspitzenabfluss und setzt auch die Schleppkraft herab. Sohlenanlandungen ergeben sich trotzdem nicht, da das Geschiebetransportvermögen in steilen Bachstrecken die tatsächliche Geschiebeführung in der Regel um ein Vielfaches übersteigt.

Defizite der Modellselektion in der Hochwasserstatistik
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2009)
Die Wahrscheinlichkeit von Hochwasserereignissen wird in der Wasserwirtschaft anhand verschiedener Methoden analysiert und mit verschiedenen Modellen beschrieben. Fast alle Modelle enthalten eine statistische Komponente oder basieren auf rein statistischen Ansätzen. Die üblichen Kriterien der Modellselektion in der Hochwasserstatistik in der Hydrologie in Deutschland sind zu kritisieren. Zwei andere Kriterien werden eingeführt.

Fließgewässerbenamung im Saarland – Grundlagen und Vorgehensweise
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2009)
Im Zuge der Aktualisierung des saarländischen Gewässernetzes zur WRRL-Umsetzung wurde eine Überarbeitung durch eine systematische Codierung nach LAWA-Richtlinie und Benamung der Fließgewässer zur eindeutigen Identifikation notwendig. Während die Codierung im Aufbau einer Gewässertopologie ihre Bedeutung hat, ist eine Benamung im sprachlichen Gebrauch ein unumgängliches Identifikationsmittel. Neben Befragungen Ortskundiger wurden mögliche Gewässernamen aus Flurnamen, Topographie, Lage im Gewässernetz und regionaltypischen Gewässerbezeichnungen abgeleitet.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...