
Im Beitrag wird die Entwicklung eines der sog. 3. Generation zuzuordnenden, aus einer dreistufigen CSTR-Kaskadenschaltung bestehenden, intelligenten“ Toximeters beschrieben.
Durch programmmässig gesteuerte, unterschiedliche Zugaben von abgesetzten Abwasser- und Giftstoffanteilen vorgenommene Zudosierungen in die drei, mit Abwasserschlamm- und Toxinengemischen unterschiedlicher Konzentrationen periodisch aufgefüllten CSTRs wurde der Verlauf der spezifischen O2-Atmung/Messzyklus in jeder Zelle verfolgt, die Ergebnisse reaktionskinetisch analysiert und statistisch abgesichert. Aufgrund sehr hoher Korrelationsgüte beim Vergleich Ergebnisse-Modellvoraussage mit Hilfe gezielt inhibierend bis stark toxisch wirkender Zuflüsse konnte der Apparat technologisch und maschinenmässig geprüft, anschliessend kalibriert und von Planern werksabgenommen werden. Zweck dieser TOXI-Vorwarnanlage war ihre Installation in einem doppelstrassigen städtischen Großklärwerk in Rumänien in 2003, welches den Zufluss eines Großchemie-Kombinats aufnehmen musste. Über Vernetzung mit dem die automatische Prozessführung übernehmenden Master-Rechner sollte dieses Toximessgerät im 6minütigen Zeittakt die Gefährlichkeit der Abwässer aus der Sicht in den Belebungsbecken vorhandener Reserven voraussagen und via Master-Rechner, nur den übrig gebliebenen, toxisch wirkenden Abwasserstrom ins Störfallbecken ableiten. Nach Wiedereinstellung normaler Bedingungen im Zulauf und in der Biocoenose sollte dasselbe Toximeter den Einfluss des so im Störfallbecken gestapelten Abwassers auf die Biologie modellgestützt voraussagen und zeit- und mengenabgestuft, gefahrlos dessen Inhalt der Kläranlage wieder zuführen.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF 06/2003 (Juni 2003) | |
| Seiten: | 9 | |
| Autor: | Professor Dr.-Ing. Alexandru Braha Prof. Dr. Ghiocel Groza | |
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Stand und Perspektiven der Biogasnutzung
© OTH Amberg-Weiden (7/2005)
Bundesweit sind derzeit ca. 2500 Biogasanlagen in Betrieb. Die Branche wird nach Schätzung des Fachverband Biogas e.V. im Jahr 2005 voraussichtlich 490 Millionen Euro in die Errichtung von Neuanlagen und die Erweiterung bestehender Anlagen investieren. Allein in Bayern sind aktuell rund 800 Biogasanlagen am Netz, weitere 400 Anlagen werden in den nächsten 12 Monaten ans Netz gehen. Nach Angaben der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sind zusätzlich über 1000 Biogasanlagen in Bayern in der Vorplanung. Diese Zahlen machen deutlich in welchem Tempo sich die Biogasnutzung zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum entwickelt.
Eignung und notwendige Nachrüstung von MBA zur Verbesserung der Brennstoffqualität
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung wurde ursprünglich mit der Zielsetzung eingeführt, eine technische Alternative zur thermischen Abfallbehandlung zu bieten. Der Entwicklungsschwerpunkt lag bei dieser Technologie im Bereich der Abfall Stabilisierung. Hier galt es, die anspruchsvollen Kriterien der Technischen Anleitung Siedlungsabfall zu erfüllen, nach denen vorbehandelter Restabfall ohne weitere Nachsorgeerfordernis dem Endzeitlager Deponie übergeben werden kann.
Entsorgung nicht verwertbarer Outputströme der MBA in die MVA
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In wenigen Monaten beginnt ein neues Zeitalter in der Abfallwirtschaft. Die Diskussion wird beherrscht durch die Frage - reichen die Entsorgungskapazitäten? Aber auch andere Aspekte werden an Bedeutung gewinnen. Die LAGA [1] hat ermittelt, dass in 2005 eine gesicherte Behandlungskapazität bei MVA´n und MBA´n i.H.v. 22,6 Mio. t zur Verfügung stehen. Dies würde ausreichen, um Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle zur Beseitigung i.H.v. 20,4 Mio. t zumindest rein rechnerisch aufzunehmen. Berücksichtigt man hingegen auch die Abfälle aus anderen Abfallbehandlungsanlagen (Sortier- und Aufbereitungsanlagen, Kompostwerke), nicht mehr ablagerungsfähige produktionsspezifische Abfälle und das weite Feld der Ersatzbrennstoffe, können an der Entsorgungssicherheit Zweifel aufkommen.
Aktueller ökobilanzieller Vergleich verschiedener Restabfallbehandlungssysteme am Beispiel NRW
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Das gesetzliche Verwertungsgebot einerseits wie insbesondere aber auch die erheblichen Verschiebungen der Kostensituationen im Entsorgungsmarkt haben in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Zunahme der einer energetischen oder auch stofflichen Verwertung zugeführten Abfallströme geführt. Eine Verstärkung dieses Trends ist mit Blick auf Juni 2005 zu erwarten, wenn derzeit noch deponierte brennbare Abfälle definitiv nicht mehr ohne Vorbehandlung abgelagert werden dürfen. Es ist daher davon auszugehen, dass die von einzelnen Industriezweigen – z.B. der Zementindustrie – bereits seit langer Zeit gepflegte Abfallmitverbrennung sich auf weitere Zweige, vor allem auch zahlreichere Abfälle ausdehnen wird.
Erfahrungen aus dem Vergleich von Kleinkläranlagen auf dem Demonstrationsfeld in Dorf Mecklenburg
© Vulkan-Verlag GmbH (5/2005)
Im ländlichen Raum wird neben den diffusen Einträgen auch zukünftig der Gütezustand der Gewässer wesentlich von der Reinigungsleistung von Kleinkläranlagen, aber auch kleinen und kleineren Kläranlagen beeinflusst werden. Schon heute tragen bundesweit Kleinkläranlagen mit regional mehr als 70% der CSB-Emissionen zur Gewässerbelastung bei.
