Motivation maximal, Organisation suboptimal

Der Umgang mit Abfall im Krankenhaus und insbesondere die Getrenntsammlung von Einweg-Kunststoffartikeln müssen besser organisiert werden.

Eine funktionierende Wertstoffsammlung in Krankenhäusern ist abhängig von einer sachgerechten Organisation der krankenhausspezifischen Abfallsammelkonzepte und vom effektiven Trennverhalten des Pflegepersonals. Diesen Zusammenhang untersuchten Wissenschaftler der Universität Dortmund in dem Forschungsvorhaben " Kunststoffrecycling in medizinischen Einrichtungen" (KUREM).

An dem Projekt, das vom Arbeitsamt Dortmund gefördert wurde, nahmen sechs Krankenhäuser mit insgesamt über 600 Beschäftigten teil. Die Ergebnisse zeigen, daß fast alle Mitarbeiter die zusätzliche Getrenntsammlung von Medical- Kunststoffen als ökologisch sinnvoll und organisatorisch machbar einstufen; die Motivation zum Mitmachen ist also erfreulich hoch. Organisatorische Mängel können diese Motivation jedoch schmälern.

Ein Großteil der Befragten bezeichnete die Medical- Kunststoffe nicht als Wertstoffe, dies deutet auf eine suboptimale Einführung des Systems hin. Auch wurden Unzulänglichkeiten bei der Kennzeichnung der Behälter, der Lagerung und dem Transport der Abfälle berichtet. Um kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen, sollen die Krankenhäuser in der Studie weiter begleitet, ambulante Einrichtungen einbezogen und Fortschritte wissenschaftlich evaluiert werden.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 04/2001 - Gewerbeabfallverordung (November 2001)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dr. phil. PD Joachim Vogt
Dipl.-VWL Barbara Kolzarek
Dipl.-Paed. Markus Hein
Prof. Dr. phil. Dr. med. Michael Kastner

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