Aus Schlamm wird Glas und Gas

Mit der Hochtemperatur-Vergasung können Klärschlämme stofflich und energetisch sinnvoll verwertet werden.

Die Ausbringung schadstoffbelasteter kommunaler Klärschlämme in der Landwirtschaft ist unter Vorsorgegesichtspunkten nicht zu vertreten. Die Hochtemperatur- Vergasung bietet demgegenüber die Möglichkeit, getrocknete Schlämme im Einklang mit modernen Umweltstandards in ein qualitativ hochwertiges Granulat und in ein Synthesegas umzuwandeln, das stofflich und energetisch genutzt werden kann. Das Granulat ist auslaugsicher und erfüllt bauphysikalische Anforderungen für den Einsatz zur Herstellung von Schwerkeramik ebenso wie zur Verwendung im Straßenbau. Mit dem Synthesegas können Industrieöfen beheizt werden. Das Gas kann aber auch in Gasmotoren oder nach einer Kohlenmonoxid-Konvertierung in Brennstoffzellen verstromt werden.

Die Energiebilanz der Hochtemperatur-Vergasung hängt entscheidend von der Prozeßtemperatur ab, die für die Schmelze notwendig ist. Organische Schadstoffe werden sicher und ohne Risiko einer De-Novo-Synthese zerstört. Schwermetalle mit Ausnahme von Quecksilber und Cadmium werden auslaugsicher in das Produkt eingebunden. Die restlichen anorganischen Schadstoffe werden als Konzentrat entsorgt.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 04/2001 - Gewerbeabfallverordung (November 2001)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
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