
Teil 2: Beschreibung von Wasserkonflikten im historisch-geopolitisch sozio-ökonomischen Umfeld – Das GAP-Projekt (Güneydoğu Anadolu Projesi) in Südostanatolien
Das türkische Südostanatolienprojekt an Euphrat und Tigris ist eines der weltweit größten wasserwirtschaftlichen Entwicklungs-, Bewässerungs- und Stromerzeugungsprojekte. Die Hauptziele der Türkei sind der Ausbau einer exportorientierten Landwirtschaft, die Erhöhung der Energieunabhängigkeit, ein möglicher Wasserexport und der Abbau regionaler Disparitäten. Durch das Südostanatolienprojekt sind die Nachbarländer der Türkei, Syrien und der Irak, unmittelbar betroffen. Die wasserwirtschaftlichen Probleme dieser beiden Länder werden durch das Projekt deutlich verschärft – vor allem in Trockenperioden. Die Beziehungen zwischen den drei Akteuren sind durch einen historisch-politisch-ethnischen Spannungskomplex überlagert. Der Artikel stellt zunächst das Südostanatolienprojekt und dessen Ziele vor. Er skizziert dann die historisch-geopolitischen Implikationen und die sozio-ökonomischen und wasserwirtschaftlichen Auswirkungen des Vorhabens. Abschließend werden die mit dem Südostanatolienprojekt zusammenhängenden Wasserkonflikte zwischen der Türkei, Syrien und dem Irak für einen Standardanalysefall und für einen Trockenheitsfall beschrieben.
Teil 1 dieses Artikels hier.| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF 05/2010 (Mai 2010) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Dr. Dipl.-Ing. Mag. Wolfgang K. Walter Univ. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert | |
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Aktives Flächenmanagement zur Vorbereitung von Fließgewässerrenaturierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern benötigen Flächen, die im Regelfall Nutzungen zugeführt sind. Vorausschauendes Flächenmanagement sowie Kooperation und partizipatives Vorgehen sind hier notwendig, um die Belange der Grundstückseigentümer aufgreifen zu können und die benötigten Flächen verfügbar zu machen. Am Beispiel vom Vorpommern wird dieses prospektive und stategische Flächenmanagement vorgestellt.
Exposed Geomembrane System at Großer Mühldorfer See Dam
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Großer Mühldorfer See, a gravity dam owned by Verbund Hydro Power GmbH, will be part of Reisseck II pumped storage plant. The dam, 46.50 m high, has upstream prefabricated concrete slabs sealed with bituminous material and Kemperol strips requiring repeated repairs. A geomembrane system was installed to water tighten the dam and avoid maintenance. Among the challenges, the remote site location, the conditions of the facing and of the plinth, and the difficult climate. The article describes how design addressed such challenges and how installation was carried out to meet the objectives and deadlines.
Talsperre Zapotillo in Mexiko – eine 130 m hohe Staumauer aus Walzbeton auf stark verformbarem Fels
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Am Río Verde, in der Nähe von Guadalajara, Mexiko, wird zurzeit die etwa 130 m hohe Staumauer El Zapotillo aus Walzbeton gebaut. Die im Grundriss leicht gekrümmte Schwergewichtsmauer steht auf stark verformbaren Tuffen, die in horizontaler Wechsellagerung mit Ignimbriten an der Sperrenstelle anstehen. Unterhalb der Talsohle befinden sich zwei stärker durchlässige Ignimbrit-Schichten, in denen das Grundwasser artesisch ansteht. Der Entwurf der Mauer musste diesen schwierigen Randbedingungen Rechnung tragen. Für den Standsicherheitsnachweis stellte insbesondere die hohe Verformbarkeit der Tuffschichten eine große Herausforderung dar. Das Injektions- und Dränagekonzept wurde maßgeblich durch die beiden artesischen Aquifere geprägt und erschwert. Der Nachweis der Standsicherheit wurde mit Hilfe von 3-D-FE-Berechnungen mit Programmsystemen von WBI geführt. Bau, Einstau und Betrieb der Mauer werden mit einem extensiven Monitoring-Programm und im Sinne der in der Geotechnik üblichen Beobachtungsmethode fachtechnisch begleitet.
Die neuen Umweltqualitätsnormen nach dem Vorschlag der Kommission für eine Richtlinie zur Änderung der Richtlinien 2000/60/EG und 2008/105/EG in Bezug auf prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2013)
Zu den vordringlichen Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie1
(WRRL) gehört das Erreichen eines guten
chemischen und ökologischen Zustands von Oberflächengewässern
und Grundwasserkörpern. Die Richtlinie wird von
den Mitgliedstaaten auf der Ebene der Flussgebietseinheiten
umgesetzt. Dazu waren die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis
2009 Bewirtschaftungspläne für ihre Einzugsgebiete sowie
Maßnahmenprogramme für jede Gebietseinheit zu verabschieden.
Die Vorgaben der WRRL wurden in Deutschland
legislativ durch die Siebte Novelle zum Wasserhaushaltsgesetz
und durch Änderung der Landeswassergesetze umgesetzt.
Um das Ziel eines guten chemischen Zustands zu erreichen,
müssen Wasserkörper die Umweltqualitätsnormen2
(UQN) einhalten, die auf EU-Ebene als sog. prioritäre und
prioritär gefährliche Stoffe festgelegt worden sind3.
Erfahrungen mit der Einführung des Technischen Sicherheitsmanagements bei der Landeswasserversorgung
© Vulkan-Verlag GmbH (10/2010)
Das Technische Sicherheitsmanagement wurde im August 2000 vom DVGW aus der Taufe gehoben und feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Einige Unternehmen haben bereits das Reaudit nach fünf Jahren bestanden. Die Landeswasserversorgung hat sich den Anforderungen gestellt und bestand 2009 mit Erfolg die Zweitprüfung. In diesem Beitrag werden die Erfahrungen beim Aufbau und im Umgang mit dem TSM, mit den TSM-Prü fungen und den Prüfungsvorbereitungen geschildert. Weiterhin wird auf die Erstellung und Handhabung des Betriebshandbuchs eingegangen.
