Auswirkungen der Gebietsstrukturen auf Trinkwasserpreise

Die Höhe des Trinkwasserpreises wird durch viele Randbedingungen bestimmt, denen die Versorgungsunternehmen in ihrer Preisgestaltung Rechnung tragen müssen. Untersucht wurde, wie unterschiedliche naturräumliche Gegebenheiten und Siedlungsstrukturen auf die Preise der Trinkwasserversorgung einwirken.

In seinem Urteil vom 2. Februar 2010 zu den Wasserpreisen in Wetzlar hat der Bundesgerichtshof die vom hessischen Wirtschaftsministerium verhängte Preissenkungsverfügung gegen den Wetzlarer Wasserversorger für rechtmäßig erklärt [1]. Mit diesem Präzedenzfall wurde die Position der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht von Trinkwasserpreisen gestärkt. Aktuell laufen in Hessen acht weitere Kartellverfahren wegen überhöhter Trinkwasserpreise, darüber hinaus können nun auch die Wasserversorgungsunternehmen anderer Bundesländer mit verschärften Wasserpreiskontrollen durch die Landeskartellbehörden rechnen. Hinzu kommt, dass die deutschen Trinkwasserversorger sich bereits länger mit Negativschlagzeilen und dem Vorwurf überteuerter Trinkwasserpreise auseinandersetzen mussten.



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Quelle: Wasser und Abfall 07-08/2010 (Juli 2010)
Seiten: 5
Autor: Dr.-Ing. Darla Nickel

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