Die Wasserversorger müssen das Roh- und Trinkwasser regelmäßig auf mikrobiologische, physikalische und anorganische Parameter untersuchen. Zur Ermittlung potenzieller Risiken kann es notwendig werden, zusätzlich auch auf komplizierte organische Mikroschadstoffe untersuchen zu lassen.
In den letzten Jahren kommt im Zusammenhang mit der Sicherung der Trinkwasserversorgung verstärkt die Diskussion um neue Belastungen und somit weitere Untersuchungsparameter in der Analytik von Wasserproben auf. So fordern zum Beispiel der DVGW und seine Partnerverbände DWA und Wasserchemische Gesellschaft die Politik, Hersteller, Anwender und Verbraucher auf, sich für eine Vermeidung oder zumindest für eine reduzierte Verwendung von anthropogenen Spurenstoffen einzusetzen. Auf Grund des zunehmenden Eintrages von Stoffen wie Medikamenten, Zusatzstoffen in Lebensmitteln und Industrieprodukten, Kosmetika und Pestiziden kommt es verstärkt zu Belastungen der Gewässer, die auch als Ressourcen für die Trinkwassergewinnung genutzt werden. Durch eine Veränderung des Verbraucherverhaltens, begleitet von gesetzlichen Regelungen im Bereich der Produktion, muss zukünftig ein wirksamerer Beitrag zum Gewässerschutz gewährleistet werden. Hierdurch muss sichergestellt werden, dass auch zukünftig Trinkwasser mit möglichst naturnahen Aufbereitungsverfahren gewonnen werden kann.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 12/2010 (Dezember 2010) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dipl. Landschaftsökologe Kai Dexheimer Nadine Averesch Hilger Schmedding | |
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Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
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In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Zeitliche und räumliche Verteilung der Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktion in den Niederlanden
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2013)
Die Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktion in den Niederlanden variiert räumlich und unterliegt einer jahreszeitlichen Dynamik. In diesem Beitrag wird der mit dem Niederländischen Hydrologischen Modellinstrumentarium berechnete Wasseraustausch für drei repräsentative Jahre (feucht, mittel, trocken) in seiner räumlichen Verteilung für die Niederlande dargestellt. Neben der räumlichen Verteilung für das gesamte Untersuchungsgebiet in Form von Landkarten wird für fünf charakteristische Gebiete der Wasseraustausch quantitativ im Jahresverlauf gezeigt.
Risiken im Geologischen System bei der Fracking-Technologie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2012)
Die Fluidverpressung im Rahmen von Fracking-Maßnahmen für die Erdgasgewinnung aus unkonventionellen Lagerstätten ist auf Grund der potenziellen Beeinträchtigung der Grundwasserqualität auch in Deutschland Teil der öffentlichen Debatte.
Einfluss von gelöstem organischen Kohlenstoff (DOC) auf die Eisen(II)-Oxidation bei der Grundwasser aufbereitung
© Vulkan-Verlag GmbH (1/2011)
Im Rahmen der Dissertation, die im Folgenden auszugsweise vorgestellt wird, wurde der Einfluss von gelöstem organischen Kohlenstoff (DOC) auf die Kinetik der Eisen(II)-Oxidation vor dem Hintergrund der Grundwasseraufbereitung durch Eisen(II)-Filtration erstmalig systematisch untersucht. Dabei wurden sowohl die Mechanismen der Enteisenung als auch die Zusammensetzung des DOC berücksichtigt. Die Bewertung der Ergebnisse erfolgte im Hinblick auf Handlungsempfehlungen für Wasserversorgungsunternehmen und Fachfirmen bzw. Fachleute, die großtechnische Anlagen zur Eisen(II)- Filtration auslegen und betreiben. Insbesondere wurde die Anwendung der im DVGW-Arbeitsblatt W 223-2 (Anhang A (informativ)) aufgeführten Bemessungshilfen für Filter anlagen in Frage gestellt, eine Richtigstellung wird empfohlen.
Prognose zur Entwicklung des Spitzenwasserbedarfs unter dem Einfluss des Klimawandels
© Vulkan-Verlag GmbH (1/2011)
Eine Abschätzung am Beispiel der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden
