Durchwurzelung von Oberflächendichtungen an Wasserstraßen

Dämme für Wasserstraßen müssen aus Gründen der Standsicherheit und der Wasserbewirtschaftung i. d. R. gedichtet werden, um eine Durchströmung des Damms zu verhindern. Üblicherweise werden hierfür Oberflächendichtungen verwendet, die jedoch durchwurzelt und damit durchlässig werden können. Untersuchungen an durchwurzelten Asphaltdichtungen ergaben einen Durchlässigkeitsbeiwert von k = 5 · 10-6 m/s. Je nach den geometrischen und hydrogeologischen Randbedingungen kann die Durchwurzelung der Dichtung die Dammstandsicherheit maßgeblich beeinflussen.

Der Wasserstand in Schifffahrtskanälen muss über möglichst lange Strecken konstant gehalten werden, um die Anzahl an aufwändigen Abstiegsbauwerken zu minimieren. Daher verlaufen Schifffahrtskanäle bereichsweise oberhalb des natürlichen Geländes, so dass Kanalseitendämme erforderlich werden. Größtenteils werden Kanäle in Dammstrecken gedichtet. Damit wird eine dauerhafte Durchströmung der Dämme verhindert, die ansonsten die Dammstandsicherheit verringern würde sowie Vernässungen im Kanalumfeld und erhöhten Aufwand bei der Wasserbewirtschaftung infolge Sickerwasserverlusten zur Folge hätte. Die Dichtungen werden überwiegend als Oberflächendichtung ausgeführt. Das Prinzip des gedichteten Kanals zeigt Bild 1.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: WasserWirtschaft 12/2010 (Dezember 2010)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Jan Kayser
Dipl.-Ing. Achim Schneider

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