Kreide- und Spezialprodukte auf Kreidebasis für die Abgasreinigung in Kraftwerken, Müll- und Klärschlammverbrennungsanlagen sowie in der keramischen Industrie

Der Hauptanteil saurer Schadgasbestandteile aus Kraftwerken, Müll- und
Klärschlammverbrennungsanlagen sowie aus der keramischen Industrie reinigt die Abgase mit Produkten auf Kalkbasis. Als basische Sorbenten werden vorwiegend Calciumcarbonatprodukte in Form von Mehlen, stückigen Materialien oder in granulierter Form auch in Verbindung mit anderen Additiven eingesetzt.

Die Entstehungsgeschichte von CaCO3-Produkten Kalk kommt in unterschiedlichsten Gesteinen vor. Je nach Ort, Zeit und Dauer der Entstehung und je nachdem, welche Stoffe bei der Bildung beteiligt waren. Heute verarbeiten wir verschiedene geologische Formationen von natürlichen Calciumcarbonaten, das heißt Kreide, Kalkstein und Marmor unterschiedlichster Provenienz, dabei nutzen wir die spezifischen Strukturen dieser Rohmaterialien, um die Eigenschaftsprofile unserer Produkte zu steuern. Ein aus vorwiegend Calciumcarbonat bestehendes Gestein gilt in der Regel als Kalkstein. Neben dem Mineralgehalt spielt auch die Korngröße eine Rolle. Auch Kreide ist ein reines Calciumcarbonat, die einzelnen Partikel sind allerdings sehr fein. Kreidevorkommen der Cliffs von Dover oder auf Rügen sind vor etwa 95 bis 65 Mio. Jahren aus den Kalkschilden von Coccolithen und Gehäuse von Foraminiferen einer weiteren kalkbildenden Plantonart entstanden. Als die Alpen und die benachbarten Gebirge entstanden, waren die Sedimentgesteine enormen Drücken und Temperaturen ausgesetzt. Zum einen durch die hohe Schubkraft des von Süden herandriftenden Afrikas, das die Gesteinsmassen in Falten legte und deformierte, zum anderen durch heißes Magma, das während der Gebirgsbildung an lokalen Schwächezonen aus den Tiefen der Erdkruste nach oben stieg. Auf den hohen Druck und Hitze reagieren alle Gesteine mit Umbildungen des mineralischen Gefüges. Kalkstein wird unter diesen Bedingungen zu Marmor.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 7. Potsdamer Fachtagung 25.-26.02.2010 (Februar 2010)
Seiten: 20
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Norbert Peschen
Andrea Ermer

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Klärschlammverbrennung aktuell Zuverlässige Reststoffbehandlung - Beispiel St. Petersburg -
© Texocon GbR (2/2009)
Klärschlamm hat sich zunehmend zu einem Problemstoff und damit ungeliebten Reststoff entwickelt, dessen Entsorgung die Anlagenbetreiber gerade in Ballungsgebieten in besonderer Weise herausfordert.

Betriebserfahrungen zur Verbrennung von Klärschlamm im Kleinstmassstab
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Die Novelle der Klärschlammverordnung (2017) erhöht den Bedarf an Verbrennungskapazitäten und erfordert in ländlichen Regionen dezentrale Lösungen:

Projekt „low carb“ – CO2-Minderungspotenziale und ihre Grenzen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
Seit Anfang 2024 unterliegen auch Müllheizkraftwerke der CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissions-Handelsgesetz (BEHG) und der Emissionsbericht- Erstattungsverordnung (EBEV). Obwohl dieser Einbezug noch immer stark umstritten ist – und aktuell auch gerichtlich beklagt wird – ist das Gesetz in Kraft und von den Anlagen derzeit zu vollziehen.

KI-basiertes Abfallqualitätsmanagement am Beispiel einer Waste-to-Energy-Anlage
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
Die Herausforderungen, denen Müllheizkraftwerke tagtäglich gegenüberstehen, sind vielfältig und erfordern innovative Lösungen. Es gibt kein automatisches System, was hochvolumige Stoffströme in Echtzeit auf Eigenschaften und Inhaltsstoffe analysieren kann. Versteckte Störstoffe können zu Trichterstopfern führen, mangelnde Homogenisierung zu Heizwertanomalien. Die Aufgabe des Materials in den Trichter erfolgt bisher oft nach dem Bauchgefühl des Kranführers, und das aufgegebene Material ist nicht rückverfolgbar.

Phosphorrecycling nach dem TetraPhos-Verfahren
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Am Standort Köhlbrandhöft des Klärwerks Hamburg und der Klärschlammverbrennungsanlage Vera befindet sich die weltweit erste großtechnische Anlage zur Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlamm. Errichtet und betrieben wird die Anlage nach dem Remondis TetraPhos-Verfahren.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...