Stand und Entwicklung der Klärschlamm-Verbrennung in der Bundesrepublik

Um einen aktuellen, statistisch gesicherten Überblick über den Stand der Klärschlammbehandlung und -entsorgung in der Bundesrepublik Deutschland zu erhalten, wurde von der DWA für das Erhebungsjahr 2003 eine bundesweite Umfrage bei den Betreibern der kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen (ABA) durchgeführt. Im Mittelpunkt der Umfrage standen neben der Verfahrenstechnik der Abwasser- und Klärschlammbehandlung die anfallenden Mengen und Qualitäten der Klärschlämme und deren Entsorgungswege. Darüber hinaus wurden auch Angaben zu Anfall und Verbleib des Rechen- und Sandfanggutes
erhoben.

Insgesamt wurde durch die DWA-Erhebung eine Schlammmenge von rund 1,1 Mio. Mg mT (ohne „Abgabe an ABA“) bzw. rund 1,2 Mio. Mg mT (mit „Abgabe an ABA“) aus 2.542 ARA erfasst. Die erfasste Ausbaugröße liegt bei 91 Mio. EW. Das Statistische Bundesamt (StBA) hat für 2001 bei insgesamt 157 Mio. EW eine Schlammmenge von 2,2 Mio. Mg mT (ohne „Abgabe an ABA“) bzw. 2,4 Mio. Mg mT (mit „Abgabe an ABA“) ermittelt [1]. Bezogen auf die Angaben des StBA bedeutet dies, dass in der DWA-Erhebung etwa 50% der in Deutschland anfallenden Schlämme erfasst wurden. Die Hochrechnung der Schlammmengen aus der DWA-Erhebung von 91 auf 157 Mio. EW ergibt jedoch eine Schlammmenge von insgesamt nur etwa 1,8 Mio. Mg mT (ohne „Abgabe an ABA“) bzw. 2,0 Mio. Mg mT (mit „Abgabe an ABA“), d.h. einen um 20% niedrigeren Wert im Vergleich zu dem Ergebnis der Erhebung des StBA in 2001.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 2. Potsdamer FFT 2009 (Juni 2009)
Seiten: 18
Preis inkl. MwSt.: € 9,00
Autor: Dr. Rolf Otte-Witte

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