Entfernung von Radionukliden aus Rohwasser

Uran, Radium und Radon kommen in unterschiedlichen Konzentrationen in Grund- und Quell - wässern vor. Hinsichtlich des Urans ist geplant, in Deutschland einen Grenzwert von 10 μg/l in der Trinkwasserversorgung zu verankern. Aus diesem Grund werden verschiedene Forschungsvorhaben zum Thema Uranentfernung durchgeführt.

Natürliches Uran kommt in Deutschland in einigen Grundwässern vor, aus denen es je nach geologischen Gegebenheiten über Grundwasserbrunnen in das Trinkwasser gelangen kann. Die Urankonzentrationen können im Bereich von wenigen μg/l bis zu 500 μg/l liegen. In den natürlichen Wässern liegt Uran praktisch ausschließlich in den Oxidationsstufen +4 und +6 und in Form von gut löslichen Carbonato- oder Sulfat-Komplexen vor. Seine Gefährlichkeit beruht in der Regel nicht auf seinen radioaktiven Eigenschaften, sondern auf einer Primärtoxizität, die zu Nierenschädigungen führt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in ihrer letzten Überarbeitung der Richtwerte einen Wert von kleiner 15 μg/l. In Deutschland wurde im Jahr 2005 vom Umweltbundesamt (UBA) ein gesundheitlicher Leitwert von 10 μg/l empfohlen. Ein Grenzwert von 10 μg/l ist in der Novellierung der Trinkwasserverordnung geplant. Bei Rohwässern mit erhöhten Konzentrationen kann dieser Wert nur durch eine geeignete Aufbereitung eingehalten werden. Neben Uran kommen weiterhin Radium und Radon in Grund- und Quellwässern vor.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2011 (Mai 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Klaus Hagen

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