Vermeidung von Korrosionsschäden durch Dosierung von Inhibitoren

Phosphate und Silikate werden seit Jahrzehnten erfolgreich zum Korrosionsschutz im Verteilungsnetz und in der Trinkwasser-Installation eingesetzt. Unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften und der korrosionschemischen Zusammenhänge lassen sich Korrosionsschäden am Werkstoff und am Trinkwasser vermeiden.

Metalle werden unter Einsatz von Energie durch Reduktion aus den natürlich vorkommenden Erzen hergestellt. Sie befinden sich im Vergleich zu diesen thermodynamisch in einem energiereicheren Zustand. Die Metalle sind daher bestrebt, durch Oxidation wieder in einen energieärmeren Zustand überzugehen. Da die Oxidation ein Vorgang ist, bei dem Elektronen abgegeben werden und bei der Reduktion Elektronen aufgenommen werden, findet bei der Korrosion neben einem Stoff- auch ein Ladungsumsatz statt.
Aus thermodynamischer Sicht befinden sich Korrosionssysteme nie in einem Gleichgewichtszustand, d. h., die Kinetik der Korrosionsreaktionen bestimmt Art und Ausmaß der Korrosion.
Korrosion führt dann zum Schaden, wenn innerhalb einer vorgegebenen Nutzungsdauer ein Bauteil seine Funktion verliert. Ein Korrosionsschaden liegt aber auch dann vor, wenn das Wasser in seiner Beschaffenheit so verändert wird, dass es seine durch Gesetze und Verordnungen vorgeschriebenen Eigenschaften als Trinkwasser verliert.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2011 (Mai 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Werner Nissing
Dr. Andreas Dülberg

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