Theorien zur Wechselstromkorrosion

In den zurückliegenden Jahren wurden mehrere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Wechselstromkorrosion durchgeführt. In der vorliegenden Arbeit wird über die ersten Vermutungen und Erkenntnisse zur Wechselstromkorrosion bis zum heutigen Wissensstand berichtet.

Ende der 1980er-Jahre wird erstmals in der Fachpresse über Wechselstromkorrosionsschäden im deutschsprachigen Raum berichtet. Sowohl an einer Rohrleitung der Erdgas Südbayern als auch an der Erdgasleitung Rhonetal wurden Korrosionsanfressungen gefunden, die auf Wechselstromkorrosion zurückgeführt wurden. Seinerzeit wurde angenommen, dass die positive Halbwelle der Wechselspannung die alleinige Ursache für den Materialabtrag ist. Jedoch war der damit verbundene Materialabtrag geringer als der aufgrund des Stromaustritts nach dem Faraday-Gesetz berechnete Abtrag. Bei Anwendung des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) wurden noch geringere Abtragsraten gefunden.
Die weiterführenden Untersuchungen zeigten u. a., dass bei kreisförmigen Fehlstellen das Ausmaß der Korrosion am größten ist, wenn die Fehlstellengröße ca. 1 cm² beträgt. Bei kleineren Fehlstellen um 1 mm2 wurde keine Korrosion festgestellt, weil offenbar die entstehenden Korrosionsprodukte die Poren „verstopften“. Bei größeren Fehlstellen als 1 cm2 wird die Stromdichte kleiner, sodass die Korrosionsgefahr ebenfalls abnimmt. Dies führte zu den heute üblichen Messproben mit 1-cm²-Fehlstelle zur Beurteilung der Korrosionsgefahr
durch Wechselstrom.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 06 - 2011 (Juni 2011)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Ulrich Bette

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