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Bundesumweltministerium unterstützt innovatives Vorhaben in Bönen

Höhere Ressourceneffizienz in der Metallverarbeitung

Das Stahlwerk Unna GmbH & Co. KG aus Bönen (Nordrhein-Westfalen) implementiert ein innovatives Verfahren zur ressourcen- und treibhausgaseffizienteren Stahlverarbeitung, mit dem jährlich mehr als 170 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden können. Das Bundesumweltministerium fördert das Pilotprojekt mit über 120.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Stabstahl wird als Grundmaterial für die Werkzeugindustrie verwendet. Aktuell müssen die gefertigten Stabstähle von den Abnehmern selbst auf die benötigte Stücklänge geschnitten werden, bevor sie zu Werkzeugen wie Bohrer, Meißel oder Bits weiterverarbeitet werden können. Zudem müssen die gekürzten Stücke in einem weiteren Schritt maschinell angefast werden, um die Werkstückkanten anzuschrägen.

Mit der neuen Anlage können bereits passgenaue Kurzstücke gefertigt werden, die von den Abnehmern nicht mehr zugeschnitten werden müssen. So wird die Materialeffizienz deutlich erhöht, da der beim Zerteilen unvermeidliche Verschnitt entfällt. Die Kurzstücke werden außerdem in der Anlage beidseitig gefast, sodass eine energieintensive Anpassung beim Empfänger entfällt. Eine neuartige automatische Ziehsteinüberwachung ermöglicht zudem einen punktgenauen Ersatz abgenutzter Ziehsteine, bevor deren Verschleiß zu Ausschussproduktion führt.

Durch diese Verkürzung der Prozesskette wird die Ressourceneffizienz signifikant gesteigert. Pro Jahr können so 26.500 Kilowattstunden Gas und 11.400 Kilowattstunden Strom eingespart werden. Dies entspricht einer Minderung der CO2-Emissionen um mehr als 170 Tonnen. Zudem werden jährlich 70 Tonnen Stahldraht und 9 Tonnen Holz eingespart.


Über das Umweltinnovationsprogramm

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.


Die original Pressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (10.02.2020)
 
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