Europäische Woche der Abfallvermeidung 2022 gestartet

Mit einem digitalen Auftakt ist heute die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) gestartet. In diesem Jahr findet die größte europäische Kampagne für Abfallvermeidung und Wiederverwendung vom 19. bis 27. November unter dem Motto „Nachhaltige Textilien: Wiederverwendung statt Verschwendung!“ statt.

„Das Thema ‚nachhaltige Textilien‘ der diesjährigen EWAV ist in der heutigen Zeit der Fast Fashion immens wichtig. Denn die meisten Kleidungsstücke sind heute schnell produzierte Billigprodukte von teilweise sehr schlechter Qualität, also eigentlich Wegwerfware“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing anlässlich der Auftaktveranstaltung der EWAV 2022. „Dabei ist die Herstellung von Bekleidung insgesamt sehr aufwändig und, was die wenigsten wissen, die Textil- und Bekleidungsindustrie ist einer der Sektoren, die europaweit die größte Umweltverschmutzung verursachen.
Deshalb freuen wir uns, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele beispielhafte und inspirierende Aktionen zur EWAV angemeldet haben. Wir hoffen, dass in dieser Woche und natürlich auch darüber hinaus viele Menschen dafür sensibilisiert werden, wie wichtig die nachhaltige Nutzung gerade auch von Textilien, aber auch deren Wiederverwertung und Recycling ist, um so in Sachen Klimaschutz einen Schritt weiterzukommen. Die Europäische Woche der Abfallvermeidung ist und bleibt deswegen ein fester Bestandteil von Deutschlands Bestreben, die Abfallmengen im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum zu senken.“Die EWAV wurde neben der Rede des VKU-Hauptgeschäftsführers auch mit Begrüßungsreden der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Steffi Lemke, und des Präsidenten des Umweltbundesamts, Prof. Dr. Dirk Messner, eingeläutet.Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung fanden Vorträge und Diskussionen zu folgenden Themen statt:Block 1: Fakten, Daten, Ideen, Strategien – Erkenntnisse für einen nachhaltigen Umgang mit TextilienBlock 2: Lange Freude an der Kleidung: Nachhaltige Textilien durch Pflege, Reparatur und Wiederverwendung Zum Hintergrund:Der weltweite Ressourcenverbrauch hat zwischen 2014 und 2019 um 17 Prozent zugenommen. In diesem Zeitraum ist die jährliche Menge an Siedlungsabfällen um 700 Millionen Tonnen auf 2,7 Milliarden Tonnen gewachsen. Wir sind in Deutschland mit etwa 50 Millionen Tonnen daran beteiligt. Ein gutes Zeichen ist, dass seit einigen Jahren die Netto-Abfallaufkommen in Deutschland stagnieren. Eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Abfallaufkommen von 13,8 Prozent in den Jahren 2004 bis 2018 ist zu beobachten. Durch Maßnahmen der Abfallvermeidung soll dieser Trend weiter gestärkt werden, denn die Abfallmengen in Deutschland sind trotz allem immer noch deutlich zu hoch. Daher hat die EWAV zum Ziel, mehr Akteurinnen und Akteure zu motivieren und mit ihren Aktionen aufzuzeigen, wie Abfälle vermieden werden können.
Die EWAV wurde auf Initiative der Europäischen Kommission und im Zuge des Inkrafttretens der EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008 als EU-weites Projekt ins Leben gerufen. Seit 2014 koordiniert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Kampagne in Deutschland. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie das Umweltbundesamt (UBA) sind offizielle Partner der EWAV.Mehr Informationen unter www.wochederabfallvermeidung.de.

Link zur Originalnachricht >>>



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