Flotative Kupferr√ľckgewinnung aus Rostaschen der thermischen Abfallverwertung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Beim aktuellen Stand der Technik wird aus den Feinfraktionen der Rostaschen aus der Abfallverbrennung Kupfer nur unzureichend zur√ľckgewonnen. Die Kupferanreicherung in den Feinfraktionen wird dadurch erschwert, dass ein signifikanter Teil nicht in metallischer Form, sondern als Oxide oder andere mineralischen Verbindungen vorliegt. Ein m√∂glicher Ansatz k√∂nnte die Flotation der Aschen sein. Daher wurde Untersuchung zu Thioharnstoff, Thiophosphat und Thiocarbamat basierten Sammlern anhand synthetischer Aschebesandteilen durchgef√ľhrt. Diese zeigten, zwar einen flotierbarkeit des Kupfers aber auch Interaktionen mit den Matrixbestandteilen, wie Gips und Zement. Daher wurde organische Dr√ľcker erprobet, die Kupferausbringen und Anreicherung deutlich steigern konnten.

SELFRAG-Technologie - der Schl√ľssel f√ľr die n√§chste Generation von Aufbereitungsanlagen f√ľr MVA-Schlacke
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Gegenw√§rtig realisiert die SELFRAG AG den Aufbau einer neuen Generation von Aufbereitungsanlagen f√ľr MVA-Schlacke, deren innovativer Ansatz die selektive Fragmentierung mit trocken- und nassmechanischen Aufbereitungstechnologien aus Bergbau und Recycling kombiniert. Nebst der R√ľckgewinnung von Metallkonzentraten mit hoher Qualit√§t, erm√∂glicht die Anlage das Recycling von mineralischen Fraktionen. Dadurch wird die Recyclingquote auf 50-60 Gew.-% des Schlackeninputs gesteigert, und der knappe Deponieraum in der Schweiz massiv entlastet. Die neuartigen Fraktionen k√∂nnen in der Schweiz gesetzeskonform als Sekund√§rrohstoffe in der Zementklinkerproduktion verwertet werden. Zuk√ľnftig ist auch ein Einsatz als sekund√§re Gesteinsk√∂rnung im Beton oder Stra√üenbau denkbar.

Vergleich von verschiedenen Metallr√ľckgewinnungstechnologien f√ľr MVA-Schlacken in der Schweiz
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Im Rahmen des Projekts "MetExSlag" wurden vier verschiedene Metallr√ľckgewinnungsanlagen untersucht, um die Metallr√ľckgewinnungsraten, die Metallqualit√§t (bestimmt durch Schmelzausbeuten) und die Restschlackenqualit√§t √ľber Massenbilanzen der Outputstr√∂me zu ermitteln. Von jeder Metallr√ľckgewinnungsanlage wurden ca. 100 Tonnen NE-Metalle gesammelt (Qualit√§t Q1) und in einem zweiten Schritt wurden diese Chargen auf einer mechanischen Veredelungsanlage prozessiert (Qualit√§t Q2) und die Ausbeuten bestimmt.

Zn Entfernung aus metallurgischen Stäuben mit schwefeloxidierenden Bakterien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Zinkhaltige Stahlwerksst√§ube, wie sie bei der Eisen- und Stahlproduktion √ľber die Route Hochofen- Konverter anfallen, k√∂nnen als bedeutende Sekund√§rrohstoffe angesehen werden. Gegenw√§rtig z√§hlen zwei Verfahren zum Stand der Technik bez√ľglich der Abtrennung und Gewinnung von Zink aus Stahlwerksst√§uben, n√§mlich pyrometallurgische und hydrometallurgische Verfahren. Einige Prozessrouten erzeugen jedoch wiederum nicht verwertbare Sekund√§rabf√§lle und k√∂nnen teilweise nur unter hohen Energieaufwand betrieben werden und sind daher √∂kologisch gesehen nicht als nachhaltig einzustufen.

InnoBLA III: Auswirkungen der thermischen Bodenbehandlung auf die Mobilität von Schwermetallen und die Korrosion von Heizlanzen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die Auswirkungen der thermisch unterst√ľtzten Bodenluftabsaugung mit festen W√§rmequellen (thermal conduction heating, TCH) auf die Mobilit√§t von Metallen sind noch wenig erforscht. Eine Forschergruppe zeigte einen Anstieg der Mobilit√§t von Fe und Al (Roh, et al., 2000), eine andere erkl√§rte eine erh√∂hte √Ėkotoxizit√§t durch eine √Ąnderung der Speziation von Schwermetallen (Bonnard, Devin, Leyval, Morel, & Vasseur, 2010), eine weitere beobachtete einerseits eine schw√§chere Sorption durch Zerst√∂rung der organischen Substanz, aber auch eine Umverteilung von Fe und Zn in schwerer l√∂sliche Fraktionen (Biache, Mansuy-Huault, Faure, Munier-Lamy, & Leyval, 2008). Die wenigen existierenden Studien zu diesem Thema basieren auf dem rein empirischen Prinzip der sequentiellen Extraktion, welche weder die realen Mechanismen, welche die Mobilit√§t kontrollieren, ber√ľcksichtigt, noch die reale Speziation der Schwermetalle untersucht.

Lithium-Ionen-Batterien: Anforderungen an das Recyclingverfahren der Zukunft
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der Einsatz von wertvollen und teilweise kritischen Rohstoffen wie Kobalt, Nickel, Mangan und Lithium in Kathodenmaterialien sowie die prognostizierten Marktentwicklungen machen das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien zu einem abfallwirtschaftlich relevanten Thema. Dieser Beitrag beleuchtet die Entwicklung und Vielfalt dieser Kathodenmaterialien und leitet daraus Anforderungen an zuk√ľnftige Aufbereitungs- bzw. Recyclingverfahren ab. Die schnelle Weiterentwicklung der Zellchemismen hin zu nickelreichen Kathodenmaterialien stellt bestehende Verfahren vor wirtschaftliche Probleme und unterstreicht zus√§tzlich die Notwendigkeit eines flexiblen Prozesses, welcher mit einer variierenden chemischen Zusammensetzung des Abfallstromes zurechtkommen muss.

Recycling von Al-Schrotten mit hohem Organikanteil
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Beim Al-Recycling sind zwei grundlegende Verfahrensvarianten zu unterscheiden. Umschmelzwerke (Remelter) dienen der Produktion von Knetlegierungen durch Ein-satz wenig verunreinigter Schrotte. St√§rker kontaminierte Materialien, zu denen auch Al-Schrotte mit hohem Organikanteil z√§hlen, gelangen unter Verd√ľnnung mit Reinaluminium und Zusatz von Salzen in Schmelzh√ľtten (Refiner), wo Gusslegierungen hergestellt werden. Im Rahmen des Beitrags erfolgte die Erl√§uterung von industriell eingesetzten Verfahren zum Recycling von Al-Schrotten mit hohem Organikgehalt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Notwendigkeit von ausreichenden Industrieanlagen zum Schlie√üen der Kreisl√§ufe¬īeingegangen.

Untersuchungen zur mechanischen Entschichtung von Elektroden aus Lithium-Ionen-Altbatterien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der weltweite zunehmende Einsatz von LIB f√ľhrt auch zu einer steigenden Menge von Produktions- und Konsumptionsr√ľckst√§nden, die unter Ber√ľcksichtigung der √∂kologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit entsorgt werden m√ľssen. Idealerweise werden die Materialien aus den Neuschrotten oder Altbatterien in die Produktion neuer Batterien zur√ľckgef√ľhrt. LIBs enthalten werthaltige Metalle, wie Aluminium, Eisen, Kupfer, Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan. Diese Metalle, ausgenommen Eisen, bilden haupts√§chlich die Stromleiterfolien und Beschichtungen der Elektroden. Aktuell werden Lithium-Ionen-Batterien industriell in Recyclingverfahren behandelt, die auf energie- und kostenintensiven pyrometallurgischen oder hydrometallurgischen Prozessen mit begrenzten Kapazit√§ten, niedrigen Recyclingraten und einer wirtschaftlichen Abh√§ngigkeit von Kobalt und Nickel als Kathodenmaterialien basieren. Bei diesen Prozessen werden vornehmlich Kobalt, Nickel und Kupfer zur√ľckgewonnen, wohingegen Lithium, Aluminium und Mangan in der Schlacke verbleiben und durch Verf√ľllung verwertet werden. In Zukunft wird angestrebt, die gesetzliche Recyclingeffizienz von 50 Masseprozent zu erh√∂hen, und speziell die Kathodenbeschichtungsmaterialien aus Produktionsr√ľckst√§nden direkt f√ľr neue Batterieanwendungen wiederzuverwenden (Werner et al. 2020).

Entwicklungen auf dem Gebiet der sensorgest√ľtzten Sortierung von M√ľll bei Binder+Co
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der Einsatz modernster Maschinen in der Aufbereitung und Recycling von prim√§ren und sekund√§ren Rohstoffen ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Binder+Co kann in diesem Bereich auf eine 125 Jahre lange Erfahrung zur√ľckblicken und ist Pionier im Bereich der sensorgest√ľtzten Sortierung von Sch√ľttg√ľtern. Die ersten Sortierer dieser Art wurden bereits Mitte der 1980er ausgeliefert (Kalcher 2011). Seither wurden die Sortierer konsequent hinsichtlich Sensorik und Effektorik weiter-entwickelt und decken alle g√§ngigen Sensortechnologien ab. Dadurch ist die Produktlinie namens CLARITY, welche die optischen Sortierer von Binder+Co im Bereich Recycling abdeckt, seit Jahrzenten eine etablierte Technologie.

Co-Processing von Ersatzbrennstoffen: Beitrag der Zement-industrie zur Recyclingrate
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen (EBS) gewinnt in der Zementindustrie immer mehr an Bedeutung. In √Ėsterreich besonders hervorzuheben sind dabei kunststoffrei-che EBS, die mittlerweile den gr√∂√üten Anteil der eingesetzten Ersatzbrennstoffe aus-machen (Mauschitz 2019; Sarc et al. 2020). Auch die Zementindustrie k√∂nnte dadurch einen Beitrag zur Erreichung der im EU Kreislaufwirtschaftspaket festgelegten Recyclingziele leisten, sofern der recycelte bzw. in den Klinker eingebundene Anteil des EBS auch rechtlich als stoffliches Recycling anerkannt und den EU Recyclingzielen zugerechnet wird. An der Montanuni-versit√§t Leoben wurde daher mittels Analysen des Aschegehalts und der Aschezu-sammensetzung damit begonnen, eine wissenschaftlich fundierte Datengrundlage f√ľr diese Fragestellung zu schaffen.

 1  2  3 . . . . >
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?